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Nitrendipin Arzneimittelgruppen Calciumkanalblocker Dihydropyridine

Nitrendipin ist ein blutdrucksenkender Wirkstoff aus der Gruppe der Dihydropyridine zur Behandlung des Bluthochdrucks. Die Wirkungen beruhen auf Blockade von Calciumkanälen in der glatten Gefässmuskulatur. Die Tabletten werden ein- bis zweimal täglich eingenommen. Nitrendipin ist ein Substrat von CYP3A4 und hat ein Potential für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Es soll nicht zusammen mit Grapefruitsaft verabreicht werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören periphere Ödeme, Angstreaktionen, Müdigkeit, Unwohlsein, Blähungen, Übelkeit, Kopfschmerzen und fühlbare Herzschläge.

synonym: Nitrendipinum PhEur

Produkte

Nitrendipin ist in Form von Tabletten im Handel (Baypress® / - mite). Es war in der Schweiz seit 1985 zugelassen. Im Jahr 2017 wurde der Vertrieb eingestellt.

Struktur und Eigenschaften

Nitrendipin (C18H20N2O6, Mr = 360.4 g/mol) ist ein Dihydropyridin und ein Racemat. Es liegt als gelbes, kristallines Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist. Die Substanz ist gegenüber UV-Licht empfindlich und zeigt Polymorphie.

Wirkungen

Nitrendipin (ATC C08CA08 ) hat blutdrucksenkende Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf Blockade von Calciumkanälen in der glatten Gefässmuskulatur und halten bis zu 24 Stunden an.

Indikationen

Zur Behandlung des Bluthochdrucks.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden ein- bis zweimal täglich eingenommen.

Kontraindikationen

Nitrendipin ist bei Überempfindlichkeit, instabiler Angina pectoris, kurz nach einem Herzinfarkt und während der Schwangerschaft kontraindiziert. Es darf nicht mit Rifampicin kombiniert werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Nitrendipin wird von CYP3A4 metabolisiert. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen mit CYP-Inhibitoren und -Induktoren sind möglich. Nitrendipin soll nicht mit Grapefruitsaft verabreicht werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören periphere Ödeme, Angstreaktionen, Müdigkeit, Unwohlsein, Blähungen, Übelkeit, Kopfschmerzen und fühlbare Herzschläge. Viele der Nebenwirkungen sind eine Folge der Gefässerweiterung.

siehe auch

Dihydropyridine

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 27.1.2018 geändert.
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