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Meropenem Arzneimittelgruppen Antibiotika Beta-Lactam-Antibiotika Carbapeneme

Meropenem ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Carbapeneme zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Es ist gegen grampositive und -negative Erreger wirksam und wird intravenös verabreicht. Die bakteriziden Eigenschaften beruhen auf der Hemmung der Zellwandsynthese. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen an der Injektionsstelle wie Entzündungen und Schmerzen, Kopfschmerzen, Hautausschlag, Juckreiz, Thrombozytämie und Verdauungsstörungen. Meropenem unterliegt einer aktiven Sekretion an der Niere.

synonym: Meropenemum, Meropenemum trihydricum, Meropenem-Trihydrat

Produkte

Meropenem ist als Pulver zur Herstellung einer Injektions-/ Infusionslösung im Handel (Meronem®, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1995 zugelassen.

Das Antibiotikum wird auch mit dem Beta-Lactamase-Hemmer → Vaborbactam kombiniert.

Struktur und Eigenschaften

Meropenem (C17H25N3O5S, Mr = 383.5 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Meropenem-Trihydrat vor, ein weisses bis leicht gelbliches kristallines Pulver, das in Wasser praktisch unlöslich ist. Es gehört zu den Beta-Lactam-Antibiotika und den Carbapenemen.

Wirkungen

Meropenem (ATC J01DH02 ) hat bakterizide Eigenschaften gegen grampositive und gramnegative Erreger. Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an penicillin-bindende Proteine und der Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese. Meropenem ist gegenüber vielen Beta-Lactamasen stabil und hat eine Halbwertszeit von etwa einer Stunde.

Indikationen

Zur Behandlung bakterielle Infektionskrankheiten mit empfindlichen Erregern.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als intravenöse Injektion oder Infusion verabreicht.

Kontraindikationen

Meropenem ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Meropenem unterliegt einer aktiven Sekretion an der Niere. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen sind möglich, zum Beispiel mit Probenecid. Beschrieben wurde zudem eine Interaktion mit Valproinsäure.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen an der Injektionsstelle wie Entzündungen und Schmerzen, Kopfschmerzen, Hautausschlag, Juckreiz, Thrombozytämie, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

siehe auch

Carbapeneme, Vaborbactam

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.8.2017 geändert.
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