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Eletriptan Arzneimittelgruppen Triptane

Eletriptan ist ein gefässverengender Wirkstoff aus der Gruppe der Triptane zur Akutbehandlung der Migräne. Es wird erst eingenommen, wenn der Migränekopfschmerz auftritt. Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an Serotoninrezeptoren. Bei der Behandlung müssen die tiefen maximalen Tagesdosen und die möglichen Arzneimittel-Wechselwirkungen beachtet werden. Weil Eletriptan gefässverengend ist, bestehen verschiedene Gegenanzeigen. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Schwäche, Müdigkeit, Benommenheit, Enge- und Druckgefühl in der Brust und Mundtrockenheit.

synonym: Eletriptanum, Eletriptanum hydrobromidum, Eletriptanhydrobromid

Produkte

Eletriptan ist in Form von Filmtabletten im Handel (Relpax®, Generika). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2000 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Eletriptan (C22H26N2O2S, Mr = 382.5 g/mol) ist ein lipophiles Methylpyrrolidinyltryptamin, das mit einem Sulfonylbenzol substituiert ist. Es liegt in Arzneimitteln als Eletriptanhydrobromid vor, ein weisses Pulver, das in Wasser leicht löslich ist.

Wirkungen

Eletriptan (ATC N02CC06 ) hat gefässverengende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf dem hochpotenten und selektiven Agonismus an 5-HT1B/1D/1F-Rezeptoren.

Indikationen

Zur Akutbehandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird erst eingenommen, wenn ein Migränekopfschmerz auftritt. Gegen die Aura ist es unwirksam und es ist nicht zur Migräneprophylaxe geeignet. Bei der Anwendung sind die tiefe maximale Tagesdosis und der zeitliche Abstand zwischen den Einzeldosen zu beachten.

Kontraindikationen

Eletriptan darf nicht mit Ergotamin, Ergotaminderivaten oder mit anderen 5-HT1-Rezeptor-Agonisten / Triptanen kombiniert werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Eletriptan wird hauptsächlich von CYP3A4 metabolisiert und ist ein Substrat von P-Glykoprotein an der Blut-Hirn-Schranke. CYP3A4-Inhibitoren können deshalb zu einem signifikanten Anstieg der Konzentrationen führen. CYP2D6 ist in einem geringeren Ausmass an der Biotransformation beteiligt. In Kombination mit serotonergen Arzneimitteln ist möglicherweise in seltenen Fällen ein Serotoninsyndrom möglich. Ergotamin oder Ergotaminanaloge wie Dihydroergotamin können zu einer Blutdruckerhöhung führen und sind kontraindiziert.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den am häufigsten beobachteten unerwünschten Wirkungen gehören Benommenheit, Steifheit, Gefühlsstörungen, Müdigkeit, Engegefühl im Hals, Wärmegefühl, Flush, Mundtrockenheit, Übelkeit, Brustsymptome und Schwäche.

siehe auch

Triptane, Migräne, Serotoninsyndrom

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.12.2017 geändert.
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