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Cholesterol

synonym: Cholesterol INCI, Cholesterolum PhEur, Cholesterin

Physiologie und Pathophysiologie

Cholesterol ist beim Menschen und bei Tieren ein essentieller Bestandteil der Zellmembranen und das Ausgangsprodukt für die Synthese von Gallensäuren, Steroidhormonen und Vitamin D3. Ein Teil des Bedarfs kann über die Nahrungsaufnahme gedeckt werden.

Daneben verfügen die tierischen Zellen auch über die Fähigkeit, Cholesterol selbst zu synthetisieren. Beim Menschen kommt der Leber als Syntheseort eine zentrale Bedeutung zu. Sowohl das Cholesterol aus der Nahrung wie auch das hepatisch gebildete wird im Blutkreislauf transportiert. Da Cholesterol aber in Wasser unlöslich ist, wird es im Blut in der Form von sogenannten Lipoproteinen transportiert. Dabei handelt es sich um sphärische Partikel, die aus Proteinen und Lipiden (Triglyceride, Cholesterol, Cholesterolester und Phospholipiden) bestehen. Nach der Dichte werden fünf Klassen von Lipoproteinen unterschieden:

Chylomikronen transportieren Cholesterol aus der Nahrung, VLDL und LDL tragen endogenes Cholesterol von der Leber in das periphere Gewebe. HDL ist am Transport von Cholesterol aus der Peripherie zurück zur Leber beteiligt.

Erhöhte VLDL-, LDL- und Gesamtcholesterolwerte im Serum, sowie erniedrigte HDL-Werte sind Risikofaktoren für Artheriosklerose und koronare Herzkrankheit (z.B. Glass & Witztum, 2001; Grundy et al., 1998).

Zur Prävention von Herzkreislauf-Erkrankungen wird deshalb angestrebt, das Gesamtcholesterol und LDL unter definierte Grenzwerte zu senken und erniedrigtes HDL zu erhöhen. Zur Therapie gehört zunächst eine Umstellung der Essgewohnheiten. Cholesterol ist vor allem in tierischen Lebensmitteln enthalten. Empfohlen wird deshalb eine Reduktion des Konsums von Butter (kann durch Margarine ersetzt werden), Fleischprodukten (Rind- und Schweinefleisch), Wurst, Vollmilchprodukten, Kuchen, Schockolade und Eiern. Empfohlen werden Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z.B. Distelöl), Fisch, fettarme Milchprodukte, Vollkornprodukte (Ballaststoffe) und Gemüse (Vogt & Steinhagen-Thiessen, 2003). Neben einer Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten (körperliche Bewegung) spielt dabei die medikamentöse Therapie mit Lipidsenkern eine wichtige Rolle. Auch pfanzliche Lipidsenker können dabei eine Rolle spielen.

siehe auch

Cholesterinmessung in der Apotheke, Dyslipidämie, Hypercholesterinämie, Lipidsenker, Metabolisches Syndrom

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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