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Zonisamid Arzneimittelgruppen Antiepileptika

Zonisamid ist ein antikonvulsiver Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika, der zur Behandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Patienten mit Epilepsie eingesetzt wird. Die Effekte werden der Interaktion mit spannungsabhängigen Natrium- und Calciumkanälen zugeschrieben. Die Kapseln werden ein- bis zweimal täglich eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein erniedrigter Bicarbonatspiegel, Kopfschmerzen, Appetitmangel und ein Gewichtsverlust. Zonisamid ist ein Sulfonamid und kann deshalb Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Es hemmt zusätzlich auch die Carboanhydrase, was weitere Nebenwirkungen auslösen kann.

synonym: Zonisamidum

Produkte

Zonisamid ist in Form von Kapseln im Handel (Zonegran®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2006 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Zonisamid (C8H8N2O3S, Mr = 212.2 g/mol) ist ein Benzisoxazol-Derivat und ein Sulfonamid. Es liegt als weisses Pulver vor, das in Wasser löslich ist.

Wirkungen

Zonisamid (ATC N03AX15 ) hat antikonvulsive und antiepileptische Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Interaktion mit spannungsabhängigen Natrium- und Caliumkanälen. Zonisamid hat eine lange Halbwertszeit von 60 Stunden. Zonisamid hemmt zusätzlich das Enzym Carboanhydrase, was unerwünschte Wirkungen verursachen kann.

Indikationen

Zur Behandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Patienten mit Epilepsie.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Kapseln werden ein- bis zweimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Der Therapiebeginn erfolgt einschleichend.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zonisamid ist ein Substrat von CYP3A4.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein erniedrigter Bicarbonatspiegel, Kopfschmerzen, Appetitmangel und ein Gewichtsverlust. Sulfonamide können teils schwere Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen.

siehe auch

Antiepileptika

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.4.2017 geändert.
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