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Zaleplon Arzneimittelgruppen Schlafmittel Z-Drugs

Zaleplon ist ein Schlafmittel aus der Gruppe der Z-Drugs zur kurzfristigen Behandlung von Einschlafstörungen. Es bindet selektiv an den GABAA-Rezeptor und hat eine kurze Halbwertszeit von nur einer Stunde. Die Kapseln werden vor dem Zubettgehen eingenommen. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Amnesie, Gefühlsstörungen und psychiatrische Störungen. Zaleplon kann zu einer Abhängigkeit und Entzugserscheinungen führen. Es wird von CYP3A4 metabolisiert.

synonym: Zaleplonum

Produkte

Zaleplon war in Form von Kapseln im Handel (Sonata®, 5 mg, 10 mg). Es wurde in der Schweiz 1999 zugelassen. Der Vertrieb wurde im April 2013 eingestellt.

Struktur und Eigenschaften

Zaleplon (C17H15N5O, Mr = 305.3 g/mol) ist ein Pyrazolopyrimidin und liegt als weisses Pulver vor, dass in Wasser praktisch unlöslich ist. Es unterscheidet sich strukturell von anderen Schlafmitteln wie beispielsweise den Benzodiazepinen und gehört zu den sogenannten Z-Drugs.

Wirkungen

Zaleplon (ATC N05CF03 ) ist schlaffördernd. Es bindet an den GABAA-Rezeptor im zentralen Nervensystem und verstärkt die Effekte des hemmenden Neurotransmitters GABA. Die Halbwertszeit ist kurz und beträgt zirka 1 Stunde. In der Schweiz war es deshalb zur Behandlung von Einschlaf- und nicht von Durchschlafstörungen zugelassen.

Indikationen

Zur kurzfristigen Behandlung von Einschlafstörungen.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Zaleplon wird unmittelbar vor dem Zubettgehen eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zaleplon wird von CYP3A4 metabolisiert und hat einen hohen First-Pass-Metabolismus. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen sind möglich. Zentral dämpfende Arzneimittel und Alkohol können die Wirkungen verstärken.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Amnesie, Gefühlsstörungen, Schläfrigkeit und Menstruationsbeschwerden. Zaleplon kann zu einer Abhängigkeit und Entzugserscheinungen führen, weshalb es nur kurzfristig eingesetzt werden sollte. Weitere Nebenwirkungen umfassen unter anderem paradoxe und psychiatrische Störungen, Sehstörungen, erhöhte Leberwerte und Verdauungsstörungen.

siehe auch

Schlafmittel, Z-Drugs

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.12.2017 geändert.
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