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Tildrakizumab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper Interleukin-23-Inhibitoren

Tildrakizumab ist ein entzündungshemmender und selektiv immunsuppressiver Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper, der für die Behandlung einer Plaque-Psoriasis eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Bindung und Inaktivierung des Zytokins Interleukin-23 (IL-23). Das Arzneimittel wird als subkutane Injektion verabreicht und hat eine lange Halbwertszeit. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen, Gastroenteritis, Übelkeit, Durchfall, Schmerzen an der Injektionsstelle und Rückenschmerzen. Tildrakizumab erhöht das Risiko für Infektionskrankheiten.

synonym: Tildrakizumabum, MK-3222

Produkte

Tildrakizumab wurde in den USA und in der EU im Jahr 2018 und in der Schweiz im Jahr 2019 als Injektionspräparat zugelassen (Ilumetri®).

Struktur und Eigenschaften

Tildrakizumab ist ein humanisierter monoklonaler IgG1/k-Antikörper mit einem ungefähren Molekulargewicht von 147 kDa. Er wird mit biotechnologischen Methoden hergestellt.

Wirkungen

Tildrakizumab (ATC L04AC17 ) hat immunsuppressive und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an die p19-Untereinheit von Interleukin-23 (IL-23). Dadurch wird die Interaktion mit dem Rezeptor unterbunden. IL-23 ist ein natürliches Zytokin, das an der Entzündungsreaktion beteiligt ist und bei der Immunantwort eine Rolle spielt. Tildrakizumab hemmt die Freisetzung von Zytokinen und Chemokinen. Die Halbwertszeit beträgt etwa 23 Tage.

Indikationen

Für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die auf eine vorgängige konventionelle systemische Therapie und/oder PUVA unzureichend angesprochen haben oder bei denen eine Kontraindikation oder Unverträglichkeit gegenüber solchen Therapien besteht.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als subkutane Injektion gespritzt.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Tildrakizumab soll nicht mit Lebendimpfstoffen kombiniert werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen, Gastroenteritis, Übelkeit, Durchfall, Schmerzen an der Injektionsstelle und Rückenschmerzen. Tildrakizumab erhöht das Risiko für Infektionskrankheiten.

siehe auch

Schuppenflechte, Guselkumab, Risankizumab

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.6.2019 geändert.
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