Vision Team Impressum Datenschutz Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Peginterferon beta-1a Arzneimittelgruppen Interferone

Peginterferon beta-1a ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Interferone mit immunmodulierenden Eigenschaften zur Behandlung der schubförmig remittierenden multiplen Sklerose. Es handelt sich um ein pegyliertes Interferon beta-1a, das nur einmal alle zwei Wochen gespritzt werden muss. Dies im Unterschied zu Interferon beta-1a, welches subkutan dreimal pro Woche verabreicht wird. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören grippeähnliche Erkrankungen und Reaktionen an der Injektionsstelle.

synonym: Peginterferonum beta-1a

Produkte

Peginterferon beta-1a ist als Injektionslösung in einer Fertigspritze im Handel (Plegridy®). Es wurde in der Schweiz im Jahr 2015 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Peginterferon beta-1a ist ein kovalentes Konjugat von Interferon beta-1a (Rebif®) und Methoxypolyethylenglykol mit Methylpropionaldehyd als Linker.

Wirkungen

Peginterferon beta-1a (ATC L03AB13 ) hat antivirale, antiproliferative, antitumorale und immunmodulierende Eigenschaften. Es verlangsamt das Fortschreiten der Erkrankung, vermindert die Frequenz der Schübe und vermindert deren Schweregrad.

Indikationen

Zur Behandlung der schubförmig remittierenden multiplen Sklerose.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird alle zwei Wochen subkutan gespritzt. Dies im Unterschied zu Interferon beta-1a, das subkutan dreimal pro Woche verabreicht werden muss.

Kontraindikationen

Peginterferon beta-1a ist bei einer Überempfindlichkeit, bei einer aktuellen schweren Depression und/oder Suizidgedanken kontraindiziert. Die Behandlung darf nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Interferone können die Aktivität von CYP450-Isoenzymen verringern und so entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen verursachen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören grippeähnliche Erkrankungen, Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schüttelfrost, Schwäche sowie Schmerzen, Rötungen und Juckreiz an der Injektionsstelle.

siehe auch

Interferone, Interferon beta-1a

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 18.7.2015 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen