Vision Team Impressum Datenschutz Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Indinavir Arzneimittelgruppen HIV-Medikamente HIV-Proteasehemmer

Indinavir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der HIV-Proteasehemmer zur Behandlung von Infektionen mit dem HI-Virus. Die Kapseln werden in der Regel nüchtern verabreicht und müssen alle acht Stunden eingenommen werden. Dies im Unterschied zu neueren Wirkstoffen, bei welchen eine einmal tägliche Einnahme möglich ist. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der HIV-Protease, welche bei der Reifung und der Vermehrung der Viren eine zentrale Rolle spielt. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Kristallurie, Nierensteine, Hautausschlag, trockene Haut, Kopfschmerzen, eine veränderte Geschmackswahrnehmung, Schwäche und Müdigkeit. Indinavir ist ein Substrat von CYP3A4.

synonym: Indinavirum, Indinaviri sulfas, Indinavirsulfat

Produkte

Indinavir ist in Form von Kapseln im Handel (Crixivan®). Es ist in der Schweiz seit 1996 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Indinavir (C36H47N5O4, Mr = 613.8 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Indinavirsulfat vor, ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser sehr leicht löslich ist.

Wirkungen

Indinavir (ATC J05AE02 ) hat antivirale Eigenschaften. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der HIV-Protease, welche bei der Reifung des Virus und der Virusvermehrung eine zentrale Rolle spielt.

Indikationen

Zur Behandlung einer HIV-Infektion (antiretrovirale Kombinationstherapie).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Kapseln werden alle 8 Stunden und in der Regel nüchtern, d.h. eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen. Es ist auch eine Einnahme mit einer leichten Mahlzeit möglich.

Kontraindikationen

Indinavir bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert und darf nicht mit besimmten Arzneimitteln kombiniert werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Indinavir wird von CYP3A4 metabolisiert. Entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit CYP-Substraten, -Inhibitoren und -Induktoren möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Kristallurie, Nierensteine, Hautausschlag, trockene Haut, Kopfschmerzen, eine veränderte Geschmackswahrnehmung, Schwäche und Müdigkeit.

siehe auch

HIV-Proteasehemmer

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2019 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 24.11.2013 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen