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Fluorometholon Arzneimittelgruppen Glucocorticoid-Augentropfen

Fluorometholon (FML) ist ein entzündungshemmender und antiallergischer Wirkstoff aus der Gruppe der Glucocorticoide, der in Form von Augentropfen als Monopräparat oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen zur Behandlung entzündlicher Augenerkrankungen verwendet wird. Die Tropfen werden üblicherweise 2-4 mal täglich in den Bindehautsack des Auges gegeben. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen am Auge. Fluorometholon soll nur kurzfristig verwendet werden, weil es immunsuppressiv ist und den Augeninnendruck erhöhen kann.

synonym: Fluorometholonum, FML

Produkte

Fluorometholon ist in Form von Augentropfen im Handel (FML® Liquifilm). Es ist auch eine Fixkombination mit Neomycin (FML-Neo® Liquifilm) erhältlich. Fluorometholon ist in der Schweiz seit 1973 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Fluorometholon (C22H29FO4, Mr = 376.5 g/mol) ist ein fluoriertes und lipophiles Glucocorticoid, das strukturell mit Progesteron verwandt ist. Es liegt in Arzneimitteln als Suspension vor. Das acetylierte Derivat Fluorometholonacetat ist in der Schweiz nicht im Handel.

Wirkungen

Fluorometholon (ATC S01BA07 ) hat entzündungshemmende, immunsuppressive und antiallergische Eigenschaften.

Indikationen

Nicht-infektiöse Entzündungen der Bindehaut, der Lider, des Augapfels, der Hornhaut und des vorderen Augenabschnittes. Kombinationspräparate mit Neomycin werden auch zur Behandlung von infektiösen Erkrankungen des Auges verwendet.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Üblicherweise werden 2 bis 4 mal täglich 1 bis 2 Tropfen in den Bindehautsack des Auges gegeben. In den ersten zwei Tagen kann es auch häufiger (stündlich) verabreicht werden. Das Fläschchen muss vor Gebrauch gut geschüttelt werden! Siehe auch unter Verabreichen von Augentropfen.

Kontraindikationen

Fluorometholon ist bei Überempfindlichkeit, viralen Infektionskrankheiten des Auges (z.B. Herpes, Varizellen), Mykobakterieninfektionen am Auge, Pilzerkrankungen am Auge, bei einem Glaukom und bei Kindern kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Antiglaukomatosa und Anticholinergika möglich. Andere Augenmittel sollen in einem Abstand von mindestens 15 Minuten verabreicht werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen am Auge wie beispielsweise Hautausschlag um das Auge, Überempfindlichkeitsreaktionen, Weitstellung der Pupillen, Hornhautschäden, Erhöhung des Augeninnendrucks und Entwicklung eines Glaukoms.

siehe auch

Verabreichen von Augentropfen, Glucocorticoid-Augentropfen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 28.6.2013 geändert.
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