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Cannabidiol-Hanf Tabakersatzprodukte

Hanf mit einem hohen Cannabidiol-Gehalt und einem geringen Anteil an Tetrahydrocannabinol (< 1%) darf in der Schweiz seit dem Jahr 2016 als Tabakersatzprodukt legal verkauft werden. Im Unterschied zu THC ist Cannabidiol (CBD) nicht psychoaktiv, aber es wirkt angstlösend, antipsychotisch und antiepileptisch. CBD-Hanf wird als Genussmittel und als Ersatz für Tabakwaren und normalen Hanf geraucht. Er enthält kein Nikotin und macht deshalb nicht abhängig. Allerdings ist das Rauchen grundsätzlich gesundheitsschädlich.

synonym: CBD-Hanf, CBD-Gras, THC-armer Hanf

Produkte

Hanf mit einem hohen Gehalt an → Cannabidiol und einem tiefen Gesamtgehalt an Tetrahydrocannabinol (weniger als 1%) darf in der Schweiz seit dem Jahr 2016 legal verkauft werden und ist bei spezialisierten Anbietern und in Webshops erhältlich.

Cannabidiol-Hanf ist als Tabakersatzprodukt und bisher nicht als Arzneimittel zugelassen. Weder Cannabidiol noch Cannabidiol-Hanf unterstehen dem Betäubungsmittelgesetz. Dies im Unterschied zu Hanf mit einem THC-Anteil von über einem Prozent.

Stammpflanze

Der Hanf (Cannabis sp.) aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) ist eine einjährige, krautige und zweihäusige Pflanze, d.h. es existiert eine männliche und weibliche Form. Pharmakologisch sind vor allem die weiblichen Pflanzen von Interesse, weil sie die Blütenstände bilden.

Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird das Hanfkraut (Cannabis herba) verwendet. Dabei handelt es sich um getrocknete Blütenstände und junge Blätter der weiblichen Pflanze.

Inhaltsstoffe

Cannabidiol (C21H30O2, Mr = 314.5 g/mol) ist ein natürliches Cannabinoid aus dem Hanf, das in der weiblichen Pflanze in hohen Konzentrationen enthalten ist. Cannabidiol ist ein lipophiles Molekül und wird deshalb gut im Körper und in das zentrale Nervensystem verteilt.

Cannabidiol-Hanf enthält nur wenig → Tetrahydrocannabinol. Nicotin und Tabak ist im Cannabidiol-Hanf nicht vorhanden, weshalb keine Abhängigkeit entsteht.

Wirkungen

Cannabidiol hat antiepileptische (antikonvulsive), angstlösende, neuroprotektive, antipsychotische, entzündungshemmende, antiemetische und antioxidative Eigenschaften. Im Unterschied zu Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) ist es nicht psychoaktiv (euphorisierend) und bindet nicht als Agonist an die CB1- und CB2-Rezeptoren. Cannabidiol ist ein Multi-Target Drug. Die Effekte werden auf die Interaktion mit verschiedenen Systemen zurückgeführt. Dazu gehören der ENT-Transporter, der GPR55-Rezeptor, Serotonin-Rezeptoren (5HT1A), PPAR-Rezeptoren und der TRPM8-Kanal.

Anwendungsgebiete

Cannabidiol-Hanf wird als Genussmittel (Tabakersatzprodukt) geraucht. Er ist in der Schweiz bisher nicht für medizinische Anwendungen wie beispielsweise Angsterkrankungen oder Psychosen vorgesehen und darf nicht dafür beworben werden.

Cannabidiol-Hanf wird auch als Ersatz für Tabakprodukte und als Ersatz für Hanf mit einem hohen THC-Gehalt geraucht.

Unerwünschte Wirkungen

Rauchen ist sehr ungesund. Mit jedem Zug werden dem Körper gesundheitsschädliche und krebserregende Substanzen zugeführt, welche unter anderem Krebs-, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen. Unzählige gesundheitliche Probleme werden mit dem Rauchen in Verbindung gebraucht. Es verschlechtert die Lebensqualität und verkürzt das Leben. Vom Rauchen ist dringend abzuraten.

Jede pharmakologisch aktive Substanz hat Nebenwirkungen. Aus unserer Sicht ist deshalb auch bei der Zufuhr von Cannabidiol mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen. Bei der Verabreichung des Epilepsiemittels Epidiolex®, das als aktiven Wirkstoff Cannabidiol enthält, traten als unerwünschte Wirkungen Durchfall, Schläfrigkeit, Appetitmangel, Fieber und Erbrechen auf.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.3.2017 geändert.
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