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Aciclovir-Augensalbe Arzneimittelgruppen Antiviralia Nukleosid-Analoga Aciclovir

Aciclovir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der Nukleosid-Analoga, der in Form einer Augensalbe für die Behandlung von Herpesinfektionen des Auges verabreicht wird. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Nukleinsäurebildung der Viren und der Virusvermehrung. Die Augensalbe wird fünfmal täglich in den Bindehautsack gegeben. Nach der Abheilung soll die Therapie bis zu drei Tage fortgesetzt werden. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen am Auge.

synonym: Zovirax-Augensalbe, Acyclovir-Augensalbe

Produkte

Die Aciclovir-Augensalbe (Zovirax®-Augensalbe, 30 mg/g) wird in der Schweiz seit dem Jahr 2019 nicht mehr vertrieben. Sie kann aus dem Ausland importiert oder als Magistralrezeptur hergestellt werden.

Struktur und Eigenschaften

Aciclovir (C8H11N5O3, Mr = 225.2 g/mol) liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser schwer löslich ist. Es ist das Prodrug des aktiven Aciclovirtriphosphat. Aciclovir ist ein azyklisches Analogon des Nukleosids Desoxyguanosin – deshalb der Wirkstoffname. Das Suffix -vir bezieht sich auf Virus.

Wirkung

Aciclovir (ATC J05AB01 ) hat antivirale Eigenschaften gegen Herpes-simplex-Viren vom Typ 1 und 2 (HSV-1, HSV-2) und gegen Varizella-Zoster-Viren (VZV). Es ist ein Prodrug, das in von Viren infizierten Zellen von der viralen Thymidinkinase und anschliessend von zellulären Kinasen zu Aciclovirtriphosphat umgewandelt wird.

Aciclovirtriphosphat wird von der viralen Polymerase als falsches Substrat bei der DNA-Synthese verwendet. Dies führt zu einem Kettenabbruch bei der Nukleinsäurebildung und zu einer Hemmung der Virusreplikation.

Weil das virale Enzym an der Aktivierung beteiligt ist, hat Aciclovir eine hohe Selektivität für infizierte Zellen.

Indikationen

Für die Behandlung von Herpes-Infektionen am Auge, insbesondere bei der Herpes simplex-Keratitis.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Augensalbe wird fünfmal täglich in einem Abstand von etwa 4 Stunden in den unteren Bindehautsack gegeben. Die Behandlung sollte bis zu drei Tage nach dem Abheilen fortgesetzt werden.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Bei der lokalen Anwendung sind keine Wechselwirkungen bekannt.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen am Auge wie oberflächliche punktförmige Keratopathien, ein vorübergehendes, leichtes Brennen und verschwommenes Sehen nach der Anwendung sowie eine Bindehautentzündung.

siehe auch

Aciclovir, Nukleinsäuren

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.10.2019 geändert.
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