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Zidovudin (AZT) Arzneimittelgruppen HIV-Medikamente Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI)

Zidovudin (AZT) ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der Reverse-Transkriptase-Inhibitoren zur Behandlung einer Infektion mit dem HI-Virus. Es wurde im Jahr 1987 als erstes AIDS-Medikament zugelassen. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des viralen Enzyms Reverse Transkriptase, welches die virale RNA in DNA überführt und bei der Virusvermehrung von Bedeutung ist. Die Arzneimittel werden in der Regel zweimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl, Übelkeit, Appetitmangel und Erbrechen. Schwere Nebenwirkungen sind selten möglich.

synonym: Zidovudinum PhEur, AZT, Azidothymidin

Produkte

Zidovudin ist in Form von Filmtabletten, Kapseln und Sirup im Handel (Retrovir® AZT®, Kombinationspräparate). Es wurde im Jahr 1987 als erstes AIDS-Medikament zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Zidovudin (C10H13N5O4, Mr = 267.2 g/mol) oder 3-Azido-3-deoxythymidin (AZT) ist ein Analog von Thymidin. Es liegt als geruchlose, weisse bis beige, kristalline Substanz vor, die in Wasser löslich ist. Zidovudin ist ein Prodrug, das intrazellulär zum aktiven Metaboliten Zidovudintriphosphat biotransformiert wird.

Wirkungen

Zidovudin (ATC J05AF01 ) hat antivirale Eigenschaften gegen HIV. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des viralen Enzyms Reverse Transkriptase, welches die virale RNA in DNA überschreibt und bei der Virusvermehrung von Bedeutung ist. Der aktivierte Wirkstoff wird in die DNA eingebaut und führt zu einem Kettenabbruch.

Indikationen

Zur Behandlung einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV) im Rahmen einer antiretroviralen Kombinationstherapie.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Arzneimittel werden in der Regel zweimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Kontraindikationen

Zidovudin ist bei einer Überempfindlichkeit, einer Granulozytopenie oder Anämie kontraindiziert. Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Interaktionen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl, Übelkeit, Appetitmangel und Erbrechen. Zu den schweren Nebenwirkungen gehören eine Neutropenie, Anämie, Myopathie, eine Laktatazidose und eine Lebertoxizität.

siehe auch

Reverse-Transkriptase-Inhibitoren, HIV-Medikamente

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 9.4.2015 geändert.
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