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Silodosin Arzneimittelgruppen Alphablocker

Silodosin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Alphablocker, der zur Behandlung der Symptome einer gutartigen Prostatavergrösserung eingesetzt wird. Es entspannt die glatte Muskulatur der Prostata und der Harnröhre. Dies erhöht den Harnfluss, verbessert das Wasserlassen und die Füllungssymptome. Die Effekte beruhen auf dem kompetitiven Antagonismus an postsynaptischen α1A-Adrenorezeptoren. Die Kapsel wird einmal täglich mit einer Mahlzeit und immer zur selben Tageszeit eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Ejakulationsstörungen, Schwindel, ein tiefer Blutdruck, eine verstopfte Nase und Durchfall.

synonym: Silodosinum

Produkte

Silodosin ist in den USA seit dem Jahr 2008, in der EU seit 2010 und in der Schweiz seit dem Jahr 2016 in Form von Hartkapseln zugelassen (Urorec®).

Struktur und Eigenschaften

Silodosin (C25H32F3N3O4, Mr = 495.5) liegt als weisses bis gelbliches Pulver vor, das in Wasser nur wenig löslich ist. Es hat strukturelle Ähnlichkeiten mit dem pharmakologisch vergleichbaren Tamsulosin und ist kein Chinazolinderivat wie Terazosin und Alfuzosin.

Wirkungen

Silodosin (ATC G04CA04 ) bindet als kompetitiver Antagonist an postsynaptische α1-Adrenorezeptoren und entspannt so die glatte Muskulatur der Prostata und der Harnröhre. Dies erhöht den Harnfluss, verbessert das Wasserlassen und die Füllungssymptome. Aufgrund der Selektivität für den α1A-Rezeptor (Harntrakt) gegenüber dem α1B-Rezeptor (Gefässe) sollen wie bei Tamsulosin weniger kardiovaskuläre Nebenwirkungen auftreten.

Indikationen

Zur Behandlung der Anzeichen und Symptome einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) bei erwachsenen Männern.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Kapsel wird einmal täglich mit einer Mahlzeit und immer zur selben Tageszeit eingenommen.

Kontraindikationen

Silodosin ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Silodosin wird von CYP3A4, die Alkoholdehydrogenase und UGT2B7 metabolisiert. Es ist ein Substrat für P-Glykoprotein. Weitere Wechselwirkungen sind mit Arzneimitteln möglich, welche den Blutdruck senken.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Ejakulationsstörungen, Schwindel, ein tiefer Blutdruck, eine verstopfte Nase und Durchfall.

siehe auch

Prostatavergrösserung, Alphablocker

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 31.1.2018 geändert.
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