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Proxymetacain Arzneimittelgruppen Augentropfen Lokalanästhetika-Augentropfen

Proxymetacain ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Lokalanästhetika, der zur lokalen Betäubung in der Augenheilkunde eingesetzt wird. Die Wirkung tritt rasch ein und hält bis zu 15 Minuten an. Üblicherweise wird Erwachsenen ein Tropfen in den Bindehautsack verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen wie beispielsweise ein Brennen und Stechen. Lokalanästhetika können zu Hornhautschäden führen, insbesondere bei unsachgemässer Anwendung.

synonym: Proxymetacaini hydrochloridum, Proxymetacainhydrochlorid, Proparacain

Produkte

Proxymetacain ist in Form von Augentropfen im Handel (Alcaine®). Es ist in der Schweiz seit 1996 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Proxymetacain (C16H26N2O3, Mr = 294.4 g/mol) liegt in Arzneimitteln als Proxymetacainhydrochlorid vor. Es gehört zu den Lokalanästhetika vom Ester-Typ und ist strukturell mit Procain verwandt.

Wirkungen

Proxymetacain (ATC S01HA04 ) hat lokalanästhetische Eigenschaften. Die Wirkung tritt rasch, innert zirka 15 Sekunden, ein und hält bis zu 15 Minuten an. Die Effekte beruhen auf der Hemmung von Natriumkanälen in den Nervenzellen.

Indikationen

Zur kurzfristigen Oberflächenanästhesie in der Augenheilkunde.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Üblicherweise wird Erwachsenen ein Tropfen in den Bindehautsack verabreicht. Zur Aufrechterhaltung kann alle 5 bis 10 Minuten ein weiterer Tropfen gegeben werden, jedoch nicht mehr als 7 Tropfen. Siehe auch unter Verabreichen von Augentropfen.

Kontraindikationen

Proxymetacain ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert und darf ohne Hornhautkontrolle nicht längerfristig angewandt werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Cholinesterase-Hemmern, Mydriatika, Aminosalicylaten, Sulfonamiden und Suxamethonium möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen am Auge wie Reizungen, Stechen, Brennen, Rötungen, Tränenfluss und Lichtempfindlichkeit. Lokalanästhetika können insbesondere bei unsachgemässer Anwendung zu Hornhautschäden führen und werden deshalb ausschliesslich vom Arzt verabreicht.

siehe auch

Lokalanästhetika-Augentropfen, Verabreichen von Augentropfen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.4.2017 geändert.
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