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Cholinesterase-Hemmer Arzneimittelgruppen Parasympathomimetika Indirekte Parasympathomimetika

Cholinesterase-Hemmer sind Arzneimittel, welche durch Enzymhemmung die Spaltung von Acetylcholin in Essigsäure und Cholin verhindern. Dadurch wird die Konzentration von Acetylcholin am Rezeptor erhöht und die Acetylcholinwirkung verlängert. Einsatz finden Cholinesterase-Hemmer bei Erkrankungen mit verminderter cholinerger Aktivität, z.B. Morbus Alzheimer, Myasthenia gravis sowie bei Vergiftungen mit Parasympatholytika.

synonym: Acetylcholinesterase-Hemmer, Anticholinesterasen

Wirkungen

zentral cholinerg (indirekt parasympathomimetisch)

Wirkmechanismus

Cholinesterase-Inhibitoren hemmen die Acetylcholinesterase, welche für den Abbau von Acetylcholin zuständig ist. Durch die Enzymhemmung wird die Wirkungsdauer von Acetylcholin verlängert.

IndikationenWirkstoffe

Weitere: Tacrin (Cognex®, ausser Handel), Edrophonium, Metrifonat, Diverse Isektizide: Nitrostigmin, Paraxon, Methonyl; Huperzin, Onchidal

Wissenswertes

Chemischer Prototyp der Gruppe ist Physostigmin (nicht mehr im Handel), ein Alkaloid aus Physostigma venenosum (Fabaceae). Physostigmin wurde 1864 rein dargestellt, die Struktur wurde 1925 aufgeklärt. Galantamin (Reminyl®) ist ein Alkaloid aus einer Schneeglöckchen-Art.

LiteraturAutorin

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Die Autorin (RB) hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.1.2015 geändert.
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