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Povidon K 25 Arzneimittelgruppen Tränenersatzmittel

Povidon K 25 ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Povidone, der in Kombination mit Salzen als Tränenersatzmittel für die Behandlung trockener Augen und zur Benetzung von Kontaktlinsen eingesetzt wird. Die Tropfen werden üblicherweise bis zu fünfmal täglich in die Augen gegeben. Die Lösung in den Fläschchen ist mit dem Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid konserviert, das Reizungen am Auge auslösen kann. Bei einer längeren Behandlungsdauer sollen deshalb die unkonservierten Monodosen verwendet werden.

synonym: Povidonum K 25, Polyvidon, PVP K25, Povidon

Produkte

Povidon K 25 ist in Form von Augentropfen in der Tropfflasche und als Monodosen im Handel (Oculac®, Protagent®). Es ist in der Schweiz seit 1990 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Povidon besteht aus linearen Polymeren von 1-Ethenylpyrollidin-2-on. Die verschiedenen Typen des Povidons werden durch die Viskosität ihrer Lösungen charakterisiert, ausgedrückt durch den K-Wert. Povidon liegt als weisses bis gelblichweisses Pulver oder Blättchen vor und ist in Wasser leicht löslich. Siehe unter → Povidon.

Wirkungen

Povidon K 25 (ATC S01XA20 ) bildet auf dem Auge einen schützenden Tränenfilm. Es lindert die Beschwerden trockener Augen und wirkt reizlindernd.

Indikationen

Zur symptomatischen Behandlung trockener Augen. Die Monodosen können auch zur Benetzung von Kontaktlinsen verwendet werden. Weitere mögliche Anwendungsgebiete sind Augenreizungen und eine Bindehautentzündung (Off-Label).

Dosierung

Gemäss der Packungsbeilage. Die Tropfen werden üblicherweise bis zu fünfmal täglich in die Augen gegeben. Siehe auch unter Verabreichen von Augentropfen. Die Lösung in den Fläschchen ist mit Benzalkoniumchlorid konserviert und ist nach dem Öffnen einen Monat haltbar. Die Monodosen sind nicht konserviert und müssen nach dem Öffnen sofort verwendet werden.

Kontraindikationen

Povidon K 25 ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Andere Augenmittel sollen in einem Abstand von mindestens 15 Minuten angewandt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ein vorübergehendes Brennen, ein klebriges Empfinden, verschwommenes Sehen und selten Reizungen und Überempfindlichkeitsreaktionen. Das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid kann am Auge Reizungen hervorrufen und bei längerer Anwendung Hornhautschäden verursachen. Bei einer längerfristigen Anwendung sollten deshalb die unkonservierten Monodosen angewandt werden.

siehe auch

Trockene Augen, Tränenersatzmittel, Verabreichen von Augentropfen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.5.2018 geändert.
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