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Oritavancin Arzneimittelgruppen Antibiotika Glykopeptid-Antibiotika

Oritavancin ist ein bakterizider Wirkstoff aus der Gruppe der Glykopeptid-Antibiotika zur Behandlung bakterieller Hautinfektionen mit grampositiven Erregern wie Staphylokokken, Streptokokken und Enterokokken. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht. Aufgrund der sehr langen Halbwertszeit kann es als Einzeldosis gespritzt werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Abszesse und Durchfall.

synonym: Oritavancinum, Oritavancinphosphat

Produkte

Oritavancin wurde in den USA im Jahr 2014 als Infusionspräparat zugelassen (Orbactiv®). In der Schweiz ist das Arzneimittel bisher noch nicht registriert.

Struktur und Eigenschaften

Oritavancin liegt in Arzneimitteln als Oritavancinphosphat (C86H97N10O26Cl3 · 2H3PO4, Mr = 1989.1 g/mol) vor, ein komplexes halbsynthetisch hergestelltes Lipoglykopeptid, das mit anderen Glykopeptid-Antibiotika strukturell verwandt ist.

Wirkungen

Oritavancin (ATC J01XA05 ) hat bakterizide Eigenschaften gegen grampositive Erreger. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der bakteriellen Zellwandbildung. Der Wirkstoff hat eine sehr lange Halbwertszeit von 245 Stunden.

Indikationen

Zur Behandlung akuter bakterieller Hautinfektionen, die von grampositiven Erregern wie Staphylokokken, Streptokokken und Enterokokken verursacht werden.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht. Aufgrund der langen Halbwertszeit kann es als Einzeldosis gespritzt werden.

Kontraindikationen

Oritavancin ist bei einer Überempfindlichkeit und in Kombination mit intravenösem Heparin-Natrium kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Oritavancin ist ein schwacher Hemmer von CYP2C9 und CYP2C19 und ein CYP-Induktor.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Abszesse und Durchfall.

siehe auch

Glykopeptid-Antibiotika

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.8.2014 geändert.
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