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Meningokokken Indikationen Infektionskrankheiten

Eine invasive Infektion mit dem Bakterium Neisseria meningitidis kann eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung und Blutvergiftung verursachen. Zu den typischen Symptomen der Meningitis gehören Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Die Erkrankung kann zum Tod führen und schwere Folgeschäden wie eine Taubheit und Lähmungen nach sich ziehen. Die Bakterien werden über Tröpfchen zum Beispiel beim Niesen oder Husten von Person zu Person übertragen. Die Erkrankung wird hauptsächlich bei Kindern, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beobachtet und sie tritt dort auf, wo viele Menschen zusammenleben. Zur medikamentösen Behandlung werden in der Regel Penicilline oder Cephalosporine eingesetzt. Zur Vorbeugung stehen Impfstoffe zur Verfügung.

synonym: Meningokokken-Meningitis, Meningokokken-Erkrankung

Symptome

Meningokokken können eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung, die sogenannte Meningokokken-Meningitis und eine Blutvergiftung, die Meningokokkämie, auslösen.

Zu den drei typischen Symptomen der Meningitis gehören Fieber, starke Kopfschmerzen und eine Nackensteifigkeit. Weitere mögliche Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen, eine Photophobie und neurologische Störungen wie Verwirrung. Bei Säuglingen und Kleinkindern können Symptome fehlen oder schwer zu erkennen sein.

Die Sepsis äussert sich unter anderem in Schüttelfrost, Muskel- und Gelenkschmerzen und Hauteinblutungen.

Eine Meningokokken-Erkrankung kann lebensbedrohliche Komplikationen wie einen Schock, Blutungen, einen Blutdruckabfall, ein Koma und ein Organversagen verursachen und nimmt oft einen tödlichen Ausgang. Wer die Krankheit überlebt, muss oft mit Langzeitfolgen wie einem Hörverlust, Amputationen, Hirnschäden, Lähmungen und Krampfleiden rechnen.

Ursachen

Die Ursache der Erkrankung ist eine invasive Infektion mit dem Bakterium Neisseria meningitidis, einem gramnegativen Diplokokkus. Der Mensch ist der einzige Wirt. Bis zu 15% der Bevölkerung sind asymptomatische Träger der Meningokokken im Nasenrachenraum.

Die Neisserien werden in verschiedene Serogruppen unterteilt. Als Krankheitserreger sind weltweit vor allem die Serogruppen A, B, C, W und Y von Bedeutung.

Übertragen werden die Bakterien von Person zu Person über Tröpfchen, z.B. beim Niesen, beim Husten oder Küssen. Auch beim Teilen persönlicher Gegenstände ist eine Ansteckung möglich. Notwendig ist ein enger Kontakt mit den Sekreten des Nasenrachenraums. Die Inkubationszeit liegt zwischen 2 bis 10 Tagen.

Die Erkrankung wird hauptsächlich bei Kindern, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beobachtet. Eine Gefahr besteht dort, wo viele Personen auf engem Raum zusammenleben, zum Beispiel im Militärdienst, auf Pilgerreisen, in Studentenheimen, Schulen oder in Internaten. In der Schweiz werden jedes Jahr etwa 40 bis 50 Fälle gemeldet.

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung anhand der Patientengeschichte, der klinischen Symptomatik, der körperlichen Untersuchung und mit Labormethoden gestellt (Blut-, Liquoruntersuchung).

Medikamentöse Behandlung

Die Behandlung erfolgt stationär im Krankenhaus. Zur medikamentösen Therapie werden baldmöglichst intravenöse Antibiotika verabreicht, insbesondere Penicilline und Cephalosporine. Enge Kontaktpersonen erhalten ebenfalls Antibiotika als Chemoprophylaxe.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung. Dazu gehört der monovalente Impfstoff gegen Meningokokken der Gruppe C (MCV-C) sowie der quadrivalente Impfstoff gegen die Serogruppen A, C, W und Y (MCV-ACWY).

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.6.2016 geändert.
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