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Kapuzinerkressenkrautpulver / Meerrettichwurzelpulver Arzneimittelgruppen Phytopharmaka

Tabletten mit Kapuzinerkressenkrautpulver und Meerrettichwurzelpulver werden für die Behandlung bei akuten Entzündungen der Bronchien und der Nasennebenhöhlen sowie bei einer Blasenentzündung bei der Frau eingesetzt. Die Pulver enthalten Senfölglycoside, die im Körper zu den aktiven Senfölen (Isothiocyanaten) metabolisiert werden. Diese entfalten antibakterielle, antivirale, antimykotische und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Tabletten werden zwischen drei- bis fünfmal täglich unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Magen- und Darmbeschwerden. Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit Vitamin-K-Antagonisten möglich, da das Arzneimittel Vitamin K1 enthält.

synonym: Angocin®

Produkte

Die Filmtabletten mit Kapuzinerkressenkrautpulver und Meerrettichwurzelpulver Angocin® wurde in der Schweiz im Jahr 2018 zugelassen. Im Herbst kamen zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel in den Handel. In Deutschland ist Angocin® schon seit 1958 erhältlich.

Arzneidrogen und Inhaltsstoffe

Das Kapuzinerkressenkraut (Tropaeoli majus herbae pulvis) und die Meerrettichwurzel (Armoraciae radicis pulvis) enthalten Senfölglycoside (Glucosinolate). Dabei handelt es sich um Prodrugs, die im Darm vom ebenfalls enthaltenen pflanzlichen Enzym Myrosinase zu Senfölen (Isothiocyanaten) metabolisiert werden.

Wirkungen

Die Inhaltsstoffe entfalten antivirale, antibakterielle, antimykotische und entzündungshemmende Eigenschaften.

AnwendungsgebieteDosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden zwischen drei- bis fünfmal täglich unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach den Mahlzeiten eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Das Kapuzinerkressenkrautpulver enthält Vitamin K1. Arzneimittel-Wechselwirkungen mit Vitamin-K-Antagonisten sind möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Magen- und Darmbeschwerden wie Übelkeit, Oberbauchdruck, Durchfall, Blähungen oder Sodbrennen. Gelegentlich wurde über allergische Reaktionen und Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut berichtet.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 7.12.2018 geändert.
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