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Insulin degludec Arzneimittelgruppen  Insuline

Insulin degludec ist ein blutzuckersenkender Wirkstoff aus der Gruppe der Insuline zur Behandlung eines Diabetes mellitus. Es ist ein Basalinsulin mit einer ähnlichen Struktur wie Humaninsulin und einer sehr langen Wirkdauer von über 24 Stunden. Die Injektionslösung wird einmal täglich subkutan und jeweils zur selben Tageszeit verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Hypoglykämie und Reaktionen an der Injektionsstelle.

synonym: Insulinum degludecum, Degludec, IDeg

Produkte

Insulin degludec ist als Injektionslösung im Handel (Tresiba®). Es wird auch fix mit Insulin aspart kombiniert (Ryzodeg®, siehe unter IDegAsp). In der Schweiz wurde es im März 2013 neu zugelassen. Im Jahr 2014 wurde eine Fixkombination mit Liraglutid registriert (Xultophy®), siehe unter IDegLira.

Struktur und Eigenschaften

Insulin degludec hat im Wesentlichen dieselbe Struktur wie Humaninsulin, mit den folgenden Ausnahmen:

Wirkungen

Insulin degludec (ATC A10AE06 ) hat blutzuckersenkende Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an den Humaninsulinrezeptor. Es ist ein Insulinanalogon mit einer sehr langen Wirkdauer von über 24 Stunden, einem flachen Wirkprofil und einer stabilen Pharmakokinetik (ultra-langwirksames Basalinsulin). Es bildet nach der Injektion Hexamere, die als subkutanes Depot wirken, aus denen das Insulin fortlaufend freigesetzt wird.

Indikationen

Zur Behandlung eines Diabetes mellitus.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Injektionslösung wird mit einem Insulinpen einmal täglich und vorzugsweise immer zur selben Tageszeit subkutan verabreicht. Mögliche Verabreichungsorte sind der Oberschenkel, der Oberarm oder die Bauchdecke.

Kontraindikationen

Insulin degludec ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zahlreiche Arzneimittel haben einen Einfluss auf den Glucosestoffwechsel und können Arzneimittel-Wechselwirkungen verursachen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören eine Hypoglykämie und Reaktionen an der Injektionsstelle wie zum Beispiel Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und Verfärbungen.

siehe auch

Insuline, Antidiabetika, IDegLira, IDegAsp

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.11.2017 geändert.
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