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Hühneraugen Indikationen

Hühneraugen sind runde Hautverdickungen, die vor allem auf den Zehen über den Knochen vorkommen. Sie werden oft als Makel wahrgenommen und können Schmerzen verursachen. Hühneraugen entstehen durch wiederholte Reibung und Druck, zum Beispiel aufgrund unpassender Schuhe und äussern sich in einer Hyperkeratose. Sie können einerseits herausgeschnitten werden und andererseits mit Keratolytika wie der Salicylsäure chemisch aufgelöst werden. Hühneraugenpflaster und Druckschutzpflaster ohne Wirkstoff können sowohl therapeutisch als auch vorbeugend eingesetzt werden.

synonym: Heloma

Symptome

Hühneraugen sind in der Regel runde, klar begrenzte und harte Hautverdickungen, die vor allem auf den Zehen über den Knochen durch eine übermässige Verhornung entstehen. Im Zentrum befindet sich ein kegelförmiger Kern aus Keratin. Es handelt sich nicht um eine Hauterkrankung. Hühneraugen stellen in erster Linie ein ästhetisches Problem dar, können aber auch zu Schmerzen und einer Entzündung führen. Die sogenannten weichen Hühneraugen treten zwischen den Zehen auf und sind schmerzhaft.

Ursachen

Hühneraugen entstehen durch eine wiederholte lokale mechanische Beanspruchung der Haut aufgrund von Reibung und Druck. Dies führt zu einer physiologisch erhöhten Aktivität der Keratinozyten und einer daraus resultierenden schützenden Hyperkeratose. Ausgelöst werden sie häufig von unpassenden und zu engen Schuhen, anatomischen Besonderheiten und Fehlstellungen (z.B. Hallux valgus) sowie einer hohen körperlichen Aktivität. Weil das Hühnerauge selbst wieder auf Haut drückt, entsteht ein Teufelskreis.

Diagnose

Die Diagnose kann anhand der visuellen Inspektion und der körperlichen Untersuchung gestellt werden. Hühneraugen werden zum Beispiel mit Warzen verwechselt.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Hühneraugen, die keine Beschwerden verursachen, müssen nicht unbedingt behandelt werden. Sie können jedoch aus ästhetischen Gründen stören.

Medikamentöse Behandlung

Für die medikamentöse Behandlung werden in erster Linie Keratolytika wie die Salicylsäure, die Milchsäure und Harnstoff verwendet. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, welche zur Auflösung der Hornhaut führen. Sie werden in Form von Hühneraugenpflastern, als Hühneraugensalben (z.B. Salicylvaseline) oder als Flüssigkeit zum Beispiel mit einem Pinsel oder einem Stift lokal aufgetragen. Sie sollen nicht auf die gesunde Haut gelangen. Vorsicht ist bei einem Diabetes, Wundheilungsstörungen, Gefässerkrankungen, dünner Haut und Hauterkrankungen geboten. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

siehe auch

Hühneraugenpflaster, Salicylsäure, Salicylvaseline, Warzen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.8.2019 geändert.
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