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Eptinezumab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper CGRP-Inhibitoren

Eptinezumab ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der CGRP-Inhibitoren, der für die Vorbeugung einer Migräne verabreicht wird. Es handelt sich um einen Antikörper, der an das gefässerweiternde und proinflammatorische Neuropeptid CGRP bindet und seine Effekte am Rezeptor unterbindet. Eptinezumab hat eine lange Halbwertszeit und ein langes Dosierungsintervall. Das Arzneimittel wurde in den Studien intravenös verabreicht.

synonym: Eptinezumabum, ALD403

Produkte

Eptinezumab befindet sich in der Entwicklungsphase und ist noch nicht im Handel erhältlich.

Struktur und Eigenschaften

Eptinezumab ist ein monoklonaler IgG1-Antikörper, der gegen CGRP gerichtet ist.

Wirkungen

Eptinezumab reduziert die Anzahl der Migräneanfälle. Die Effekte beruhen auf der Bindung des Antikörpers an CGRP, das Calcitonin Gene-Related Peptide. CGRP ist ein Neuropeptid, das bei der Auslösung von Migräneanfällen eine wichtige Rolle spielt. Es besteht aus 37 Aminosäuren und wird im peripheren und im zentralen Nervensystem exprimiert. Es existieren zwei Isoformen, CGRP-α (Abbildung) und CGRP-β, welche sich in drei Aminosäuren unterscheiden. Beide sind Agonisten am CGRP-Rezeptor.

CGRP hat stark gefässerweiternde Eigenschaften und spielt bei der Schmerzauslösung sowie bei der neurogenen Entzündung eine zentrale Rolle. Bei Mi­g­rä­ni­kern wurden bei einem Anfall erhöhte CGRP-Werte festgestellt und durch die intravenöse Verabreichung des Peptids lassen sich bei Migränepatienten Anfälle auslösen.

Die → Triptane, welche für die Behandlung von Migräneanfällen verabreicht werden, hemmen ebenfalls die Freisetzung von CGRP.

Indikationen

Für die Vorbeugung von Migräneanfällen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Antikörper hat eine lange Halbwertszeit und deshalb ein langes Dosierungsintervall. In den Studien wurde Eptinezumab intravenös gespritz.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Reaktionen an der Injektionsstelle

siehe auch

CGRP-Inhibitoren

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.12.2017 geändert.
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