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Daclatasvir Arzneimittelgruppen HCV-NS5A-Inhibitoren

Daclatasvir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der HCV-NS5A-Inhibitoren zur Behandlung der chronischen Hepatitis C. Die Effekte beruhen auf der Bindung an das virale Protein NS5A, was zu einer Hemmung der RNA-Replikation und des Assembly führt. Die Tabletten werden einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen (Kombinationstherapie). Daclatasvir ist ein Substrat von CYP3A4 und P-Glykoprotein und ist deshalb anfällig für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit.

synonym: Daclatasvirum, BMS-790052, DCV, Daclatasvirdihydrochlorid, Daclatasviri dihydrochloridum

Produkte

Daclatasvir wurde in der EU im Jahr 2014 und in der Schweiz im Jahr 2015 in Form von Filmtabletten zugelassen (Daklinza®, Bristol-Myers Squibb).

Struktur und Eigenschaften

Daclatasvir (C40H50N8O6, Mr = 738.9 g/mol) liegt im Arzneimittel als Daclatasvirdihydrochlorid vor.

Wirkungen

Daclatasvir (ATC J05AX14 ) hat antivirale Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Bindung an das virale Protein NS5A (Non-Structural Protein 5A). Im Unterschied zu anderen antiviralen HCV-Medikamenten handelt es sich hierbei nicht um ein Enzym, sondern um ein Phosphoprotein, das bei der RNA-Replikation und beim Assembly eine Rolle spielt. Daclatasvir kann in der Kombination mit Sofosbuvir zu einer Eliminierung des Virus führen, was einer Heilung der chronischen Infektion entspricht.

Indikationen

Zur Behandlung der chronischen Hepatitis C (Kombinationstherapie).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Die Halbwertszeit liegt zwischen 12 bis 15 Stunden.

Kontraindikationen

Daclatasvir ist bei einer Überempfindlichkeit und in Kombination mit starken CYP3A4- und P-gp-Induktoren kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Daclatasvir ist ein Substrat von CYP3A4 und P-gp und es sind entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen möglich. Induktoren können die Wirksamkeit des Medikaments reduzieren.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit.

siehe auch

Hepatitis C, Sofosbuvir

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 2.7.2015 geändert.
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