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Bisacodyl Arzneimittelgruppen Abführmittel

Bisacodyl ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Abführmittel, der hauptsächlich für die kurzzeitige Behandlung einer Verstopfung eingesetzt wird. Er wird üblicherweise in Form magensaftresistenter Dragées oder als Zäpfchen verabreicht. Bisacodyl ist ein Prodrug, das im Darm zum aktiven Wirkstoff hydrolysiert wird. Es stimuliert die Darmbewegungen und die Sekretion von Wasser und Elektrolyten in den Darm. Der Effekt tritt bei der oralen Einnahme nach etwa 6 bis 12 Stunden ein. Bei der rektalen Applikation ist nach 10 bis 30 Minuten mit der Wirkung zu rechnen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Übelkeit und Durchfall. Eine unsachgemässe Anwendung kann zu einem Kaliummangel und Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts führen.

synonym: Bisacodylum PhEur

Produkte

Bisacodyl ist in Form magensaftresistenter Tabletten (Dragées) und als Suppositorien im Handel (Dulcolax®, Generika). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 1957 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Bisacodyl (C22H19NO4, Mr = 361.39 g/mol) liegt als weisses, kristallines Pulver vor, das in Wasser praktisch unlöslich ist. Es ist ein Diphenylmethan- und Triarylmethan-Derivat. Bisacodyl ist ein Prodrug, das im Darm zum aktiven Wirkstoff BHPM hydrolisiert wird. Dieser wird auch aus Natriumpicosulfat gebildet.

Aktiver Metabolit von Bisacodyl und Natriumpicosulfat, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki

Wirkungen

Bisacodyl (ATC A06AB02 ) hat abführende Eigenschaften. Es stimuliert im Dickdarm die Darmbewegungen und führt zu einer verstärkten Wasser- und Elektrolytsekretion in das Lumen. Dadurch wird der Stuhl erweicht und gleitfähiger. Die Darmpassage wird beschleunigt und die Darmentleerung wird stimuliert.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Es wird empfohlen, die Dragées abends vor dem Schlafengehen einzunehmen, damit der Darm am nächsten Morgen entleert werden kann. Der Wirkungseintritt erfolgt nach etwa 6 bis 12 Stunden. Bei der rektalen Anwendung mit den Suppositorien kann schon nach 10 bis 30 Minuten mit dem Effekt gerechnet werden.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Wechselwirkungen sind mit Arzneimitteln möglich, welche zu einem Kaliumverlust führen. Dazu gehören Diuretika und Glucocorticoide. Eine Hypokaliämie kann die Empfindlichkeit gegenüber Herzglykosiden erhöhen.

Arzneimittel, welche den Magen-pH erhöhen, können zu einer frühzeitigen Auflösung der magensaftresistenten Tabletten führen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Übelkeit und Durchfall.

Eine unsachgemässe und überdosierte Anwendung kann zu einem Kaliummangel (Hypokaliämie) und Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts führen.

siehe auch

Abführmittel, Natriumpicosulfat, Verstopfung, Hypokaliämie

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 9.2.2020 geändert.
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