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Tarlatamab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper

Tarlatamab ist ein immunstimulierender und antitumoraler Wirkstoff aus der Gruppe der bispezifischen Antikörper für die Behandlung eines kleinzelligen Lungenkarzinoms. Die Effekte beruhen auf der Bindung an DLL3 auf der Oberfläche von Tumorzellen und an CD3 auf der Oberfläche von T-Zellen. Dies führt zur Aktivierung von T-Zellen. Es handelt sich um eine Krebsimmuntherapie. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht. Häufig unerwünschte Wirkungen sind das Zytokinfreisetzungssyndrom, eine Appetitvermindung, Fieber, Kopfschmerzen und Geschmacksstörungen.

synonym: Tarlatamabum

Produkte

Tarlatamab wurde in den USA im Jahr 2024 und in der Schweiz im Jahr 2026 als Pulver für ein Konzentrat und Stabilisatorlösung zur Herstellung einer Infusionslösung zugelassen (Imdylltra®).

Struktur und Eigenschaften

Tarlatamab ist ein bispezifischer monoklonaler Antikörper, der mit biotechnologischen Methoden hergestellt wird. Er besteht aus 982 Aminosäuren und hat eine Molekülmasse von 105 kDa.

Wirkungen

Tarlatamab (ATC L01FX33 ) hat immunstimulierende und antitumorale Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der bispezifischen Bindung an DLL3 auf der Oberfläche von Tumorzellen und an CD3 auf der Oberfläche von T-Zellen. Dies führt zur Aktivierung von T-Zellen und fördert die Bildung von entzündungsfördernden Zytokinen und die Freisetzung von zytotoxischen Proteinen. Es handelt sich um eine Krebsimmuntherapie (bispecific T-cell engager). Tarlatamab hat eine lange Halbwertszeit von 10.6 Tagen.

Indikationen

Für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) mit Krankheitsprogression unter oder nach einer platinbasierten Chemotherapie.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören:

siehe auch

Lungenkrebs, Krebs

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 29.5.2026 geändert.
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