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Gewöhnliche Warzen Indikationen Hauterkrankungen

Gewöhnliche Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die vor allem an den Händen und Füssen auftreten und häufig bei Kindern und Jugendlichen beobachtet werden. Sie haben eine raue, zerklüftete Oberfläche und können einzeln oder in Gruppen auftreten. Warzen haben in der Regel einen geringen Krankheitswert und stellen vor allem ein kosmetisches und psychosoziales Problem dar, können aber an den Füssen Schmerzen auslösen. Verursacht werden sie von einer Infektion der Epidermis mit humanen Papillomaviren (HPV). Die Therapie erfolgt mit physikalischen und mechanischen Methoden, mit Ätzmitteln, Keratolytika und Zytostatika. Am häufigsten werden Warzen mit Salicylsäure oder mit einer Vereisung behandelt. Warzen verschwinden auch häufig von alleine - eine Behandlung ist deshalb nicht in jedem Fall notwendig.

synonym: Verrucae, Vulgäre Warzen, Verrucae vulgares

Symptome

Die gewöhnlichen Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die vor allem an den Händen und Füssen vorkommen. Sie haben eine zerklüftete und raue Oberfläche, eine halbkugelige Struktur und treten einzeln oder in Gruppen auf. Bei den schwarzen Punkten in der Warze handelt es sich um thrombosierte Blutgefässe. Warzen an der Fusssohle werden als Plantarwarzen oder Dornwarzen bezeichnet. Sie können beim Stehen oder Gehen Schmerzen verursachen und wachsen gegen innen.

Warzen treten vor allem bei Kindern, Jugendlichen und bei Menschen mit einer Immunsuppression auf. Am häufigsten sind sie bei Jugendlichen. Erwachsene sind seltener betroffen. Warzen stellen in erster Linie ein kosmetisches und psychosoziales Problem dar. Gutartige Warzen entwickeln sich bei Immunkompetenten praktisch nie zu einem Hautkrebs.

Dieser Artikel bezieht sich auf die gewöhnlichen Warzen an Händen und Füssen. Daneben existieren weitere Typen. Ausführliche Informationen finden Sie unter den entsprechenden Artikeln (Auswahl):

Ursachen

Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion der Epidermis der Haut mit humanen Papillomaviren (HPV). Dabei handelt es sich um DNA-Viren, von welchen viele verschiedene Typen existieren. Die Infektion führt zu einer Hyperplasie (Zellvermehrung), einer Verdickung und einer Hyperkeratose des Epithels.

Die Viren werden bei einem direkten Kontakt mit einer infizierten Person oder über Oberflächen und Gegenstände übertragen. Sie gelangen über eine kleine Verletzung in die Haut. So ist beispielsweise das Nägelkauen ein Risikofaktor für die Entstehung von Warzen in der Nähe der Fingernägel.

Diagnose

Die Diagnose wird in ärztlicher Behandlung anhand des klinischen Bildes und seltener zusätzlich mit der Untersuchung einer Gewebeprobe gestellt (Biopsie). Dabei müssen andere Hauterkrankungen wie beispielsweise Hautkrebs und Hühneraugen ausgeschlossen werden.

Nicht-medikamentöse Behandlung

Eine erste Möglichkeit besteht im beobachtenden Zuwarten. Warzen verschwinden innert Monaten bis Jahren oft von alleine. Allerdings können sie sich auch weiter ausbreiten, bestehen bleiben und sie sind ansteckend.

Warzen werden mit physikalischen Methoden zerstört. Eine gängige Methode ist die Vereisung (Kryotherapie). Dabei wird ein Applikator mit flüssigem Stickstoff durchtränkt, wodurch sehr tiefe Temperaturen erreicht werden. Der Applikator wird kurz auf die Warze gehalten. Nach ein bis zwei Wochen lässt sich die Warze ablösen.

Warzen können auch mit einem kleinen Eingriff abgetragen oder herausgeschnitten werden. Zu den verwendeten Methoden gehören z.B. eine Kürettage, eine Laserbehandlung, eine Kauterisation und eine photodynamische Therapie.

Warzen können mit einem Pflaster oder anderen Methoden überdeckt werden, damit sie nicht sichtbar oder ansteckend sind.

Medikamentöse Behandlung

Zur medikamentösen Behandlung werden oft Ätzmittel und Keratolytika mit ätzender und schälender Wirkung wie beispielsweise Salicylsäure, Milchsäure, Harnstoff, Chloressigsäure, Trichloressigsäure, Ameisensäure und Silbernitrat verwendet. Einige solcher Warzenmittel sind auch ohne ärztliche Verordnung erhältlich. Salicylsäure gilt als gut wirksam und wird in der Literatur als Mittel der ersten Wahl empfohlen.

Zytostatika wie Fluorouracil haben direkt antivirale und zelltoxische Eigenschaften.

Immunmodulatoren wie Imiquimod lösen eine Immunreaktion aus. Imiquimod ist allerdings nicht für gewöhnliche Warzen zugelassen.

Weitere Möglichkeiten (teilweise Off-Label):

Zu den Mitteln der Alternativmedizin gehören:

Hinweis: Die Behandlung planer Warzen erfolgt in der Regel mit einem Retinoid wie beispielsweise dem Isotretinoin-Gel und nicht mit einem Ätzmittel.

Die Anwendung ist vom Präparat abhängig. Generell gilt, dass Warzenmittel nicht auf die gesunde Haut und nicht in die Augen gelangen sollen. Als Komplikation können bei den meisten Behandlungsmethoden Narben auftreten.

Vorbeugungsiehe auch

Molluscum contagiosum (Dellwarzen), Thuja gegen Warzen, Condylomata acuminata, Plane Warzen, Berner Warzensalbe

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.3.2016 geändert.
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