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Ambroxol

Arzneimittelgruppen Expectoranzien / Lokalanästhetika

Zusammenfassung

Ambroxol ist ein lokal schmerzbetäubender, schleimlösender und entzündungshemmender Wirkstoff, der bei Halsschmerzen und zur Behandlung von Atemwegserkrankungen mit zäher Schleimbildung angewendet wird. Während der Behandlung sollten keine hustenreizstillenden Medikamente eingenommen werden, da sie zu einem Sekretstau führen können.

synonym: Ambroxoli hydrochloridum PhEur

Produkte

Ambroxol ist unter anderem in Form von Lutschtabletten, Kapseln, als Inhalationslösung und Saft im Handel. Es ist in der Schweiz seit 1982 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Ambroxolhydrochlorid (C13H18Br2N2O · HCl) ist ein weisses bis gelbliches, kristallines Pulver. Es liegt in Arzneimitteln als Hydrochlorid vor. Ambroxol ist ein Metabolit von Bromhexin (Bisolvon®), das selbst von Vasicin abgeleitet ist, einem pflanzlichen Inhaltsstoff aus der Arzneipflanze Adhatoda vasica.

Wirkungen

Ambroxol (ATC R05CB06 ) ist lokalanästhetisch, schleimlösend, auswurffördernd, entzündungshemmend und antioxidativ.

Indikationen

Zur Behandlung von Halsschmerzen und bei Atemwegserkrankungen mit zäher Schleimbildung, z.B. bei akuter Verschlimmerung chronischer Bronchitiden, asthmoider Bronchitis und Asthma bronchiale.

Kontraindikationen

Ambroxol soll nicht bei Überempfindlichkeit, schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz, einer chronischen Störung der Sekretproduktion oder Sekretclearance angewandt werden. Ambroxol soll nicht zusammen mit Antitussiva und nicht bei Magen- oder Darmgeschwür eingenommen werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Antitussiva wie Codein oder Dextromethorphan verhindern das Abhusten des verflüssigten Bronchialschleims und sollten nicht gleichzeitig eingenommen werden. Ambroxol erhöht die Konzentration der Antibiotika Amoxicillin, Cefuroxim und Erythromycin im Bronchialsekret und im Sputum.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Störungen des Geschmackssinns, z.B. verändertes Geschmacksempfinden, Atembeschwerden, gesteigerte Reizempfindlichkeit im Rachen, gastrointestinale Beschwerden, Mundtrockenheit, allergische Reaktionen und sehr selten schwere Hautreaktionen.

siehe auch

Bromhexin, Expectoranzien, Antitussiva

Literatur

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt geändert am 17.6.2010