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Zinksulfat Arzneimittelgruppen Antiviralia

Zinksulfat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiviralia, der in Form eines Gels zur Vorbeugung und Behandlung von Fieberbläschen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der Virusvermehrung. Die Arzneimittel werden in der Regel viermal täglich lokal aufgetragen und die Behandlung soll so früh wie möglich begonnen werden. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Überempfindlichkeitsreaktionen.

synonym: Zinci sulfas, Zinci sulfas heptahydricum PhEur, Zinksulfat-Heptahydrat

Produkte

Zinksulfat ist zur Behandlung von Lippenherpes als Gel im Handel (Lipactin®, D: Virudermin®). In einigen Apotheken wird es auch als Eigenherstellung vertrieben (Zinci sulfatis hydrogel 0.1% FH). Die Hima Pasta® ist in der Schweiz nicht mehr erhältlich.

Struktur und Eigenschaften

Zinksulfat liegt in den Arzneimitteln als Zinksulfat-Heptahydrat vor (ZnSO4 · 7 H2O, Mr = 287.5 g/mol). Es handelt sich um ein weisses, kristallines Pulver oder farblose, durchscheinende, verwitternde Kristalle, die in Wasser sehr leicht löslich sind.

Wirkungen

Zinksulfat (ATC D02AB02 ) werden antivirale, antiseptische, adstringierende und wundheilungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Die Effekte beruhen auf der Anlagerung an Membranproteine der Herpesviren. Dadurch wird das Eindringen in die Zellen verhindert.

Indikationen

Zur lokalen Behandlung oder Vorbeugung von Fieberbläschen (Herpes labialis). Zinksulfat wird in Form geeigneter Arzneimittel auch zur Behandlung von Hauterkrankungen (Kupferzink-Lösung) und Augenerkrankungen verwendet.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Arzneimittel werden in der Regel viermal täglich oder häufiger aufgetragen. Die Behandlung soll so früh wie möglich begonnen werden.

Kontraindikationen

Zinksulfat ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Die gleichzeitige anderer Lippenherpes-Crèmen wird nicht empfohlen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Überempfindlichkeitsreaktionen.

siehe auch

Fieberbläschen, Zink

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 7.11.2017 geändert.
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