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Ziconotid Arzneimittelgruppen Analgetika N-Typ-Calciumkanalblocker

Ziconotid ist ein analgetischer Wirkstoff aus der Gruppe der Calciumkanalblocker vom N-Typ, der als Mittel der zweiten Wahl zur Behandlung chronischer und starker Schmerzen eingesetzt wird. Es handelt sich um ein synthetisches Analogon eines Peptids, das im Gift einer marinen Kegelschnecke vorkommt. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der Schmerzleitung im Rückenmark. Die Infusionslösung wird intrathekal verabeicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schwindel, Nystagmus, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Gangabnormalitäten, Schwäche, Verschwommensehen, Verwirrung, Übelkeit und Erbrechen.

synonym: Ziconotidum, Ziconotidi acetas, Ziconotidacetat

Produkte

Ziconotid ist als Infusionslösung im Handel (Prialt®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2006 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Ziconotid (C102H172N36O32S7, Mr = 2639 g/mol) ist ein Peptid aus 25 Aminosäuren mit drei Disulfidbrücken. Es ist ein synthetisches Analogon des ω-Conopeptids MVIIA, das im Gift der marinen Kegelschnecke Conus magus vorkommt. In Arzneimitteln liegt es als Ziconotidacetat vor, ein hydrophiles Molekül, das in Wasser gut löslich ist.

Wirkungen

Ziconotid (ATC N02BG08 ) hat schmerzlindernde Eigenschaften. Es bindet an Calciumkanäle vom N-Typ in afferenten Nerven und hemmt so den Einstrom von Calcium. Dadurch wird wird die Freisetzung von Neurotransmittern wie Substanz P und die Signalleitung von Schmerzen im Rückenmark gehemmt.

Indikationen

Als Mittel der zweiten Wahl zur Behandlung von starken chronischen Schmerzen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Lösung wird als Dauerinfusion über einen intrathekalen Katheter unter Verwendung einer mechanischen Infusionspumpe verabreicht.

Kontraindikationen

Ziconotid ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert und darf nicht mit einer intrathekalen Chemotherapie kombiniert werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Wechselwirkungen wurden mit Chemotherapeutika, Opioiden und zentral dämpfenden Arzneimitteln beschrieben.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Schwindel, Nystagmus, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Gangabnormalitäten, Schwäche, Verschwommensehen, Verwirrung, Übelkeit und Erbrechen.

siehe auch

Analgetika

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.4.2017 geändert.
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