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Ofatumumab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper

Ofatumumab ist ein immunsuppressiver und zytolytischer Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper für die Behandlung der multiplen Sklerose und der chronischen lymphatischen Leukämie. Die Effekte beruhen auf der Bindung an das Oberflächenantigen CD20 auf B-Lymphozyten, was zur Lyse der Immunzellen führt. Abhängig von der Indikation wird das Arzneimittel als subkutane Injektion oder als Infusion verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen sowie lokale und systemische Injektionsreaktionen. Ofatumumab kann das Risiko für Infektionskrankheiten erhöhen.

synonym: Ofatumumabum

Produkte

Ofatumumab wurde im Jahr 2009 als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung für die Leukämiebehandlung zugelassen (Arzerra®).

Im Jahr 2020 wurde in den USA eine Injektionslösung für die MS-Behandlung zugelassen (Kesimpta®).

Struktur und Eigenschaften

Ofatumumab ist ein humaner monoklonaler IgG1-Antikörper, der mit biotechnologischen Methoden hergestellt wird. Er hat eine Molekülmasse von 146 kDa.

Wirkungen

Ofatumumab (ATC L01XC10 ) hat immunsuppressive und zytolytische Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der der Bindung an das Oberflächenantigen CD20, das auf B-Lymphozyten vorkommt. Dies führt zu einer Lyse (Zerstörung) der Zellen. Die Halbwertszeit liegt im Bereich von 16 Tagen.

Ofatumumab bindet an dasselbe Target wie Rituximab (MabThera®), allerdings an eine andere Bindungsstelle.

Indikationen

Für die Behandlung remittierender Formen der multiplen Sklerose (Kesimpta®).

Für die Behandlung von Patienten mit Progression der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL, Arzerra®).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Kesimpta® wird als subkutane Injektion und Arzerra® wird als Infusion verabreicht.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Andere Immunsuppressiva können das Risiko für Infektionen erhöhen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen, Injektionsreaktionen und Reaktionen an der Verabreichungsstelle. Ofatumumab kann das Risiko für Infektionskrankheiten erhöhen.

siehe auch

Multiple Sklerose

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.8.2020 geändert.
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