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MMR-Impfung Arzneimittelgruppen Impfungen

Der MMR-Impfstoff ist ein Lebendimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln. Er wird Kindern im Alter von 12 Monaten subkutan oder intramuskulär verabreicht. Eine weitere Impfung wird im Alter von 15–24 Monaten durchgeführt. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Fieber, grippeähnliche Beschwerden und lokale Reaktionen an der Injektionsstelle wie Schmerzen und Rötungen. Komplikationen sind möglich, aber selten.

synonym: MMR-Impfstoff, MMR, Virus morbilli vivus, Virus parotitis vivus, Virus rubella vivus

Produkte

Der MMR-Impfstoff ist als Injektionspräparat im Handel. Die Impfung wird in der Schweiz seit den 1980er-Jahren empfohlen. Einige Präparate enthalten zusätzlich den Windpockenimpfstoff (= MMRV-Impfung).

Wirkungen

MMR (ATC J07BD52 ) ist ein Lebendimpfstoff bestehend aus abgeschwächten Masern-, Mumps- und Röteln-Viren. Diese Kinderkrankheiten können signifikante Komplikationen verursachen und weltweit wird über zahlreiche Todesfälle berichtet. Der Schutz vor den Erkrankungen liegt zwischen 90 bis 98%.

Indikationen

Zur aktiven Immunisierung von Masern, Mumps und Röteln.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Gemäss dem Schweizerischen Impflan soll die erste Impfung im Alter von 12 Monaten und die zweite Impfung im Alter von 15–24 Monaten durchgeführt werden. Ein Abstand von mindestens einem Monat muss eingehalten werden. Das Arzneimittel wird in der Regel intramuskulär verabreicht.

Kontraindikationen

Das Arzneimittel ist bei einer Überempfindlichkeit gegen Inhalts- und Hilfsstoffe, bei Fieber, bei einer Immundefizienz und während der Schwangerschaft kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Der MMR-Impfstoff darf nicht gleichzeitig mit Immunglobulin verabreicht werden. Eine gleichzeitige pädiatrische Impfung (z.B. DTPa-IPV+Hib-Impfung) ist hingegen möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören Fieber, grippeähnliche Symptome sowie lokale Reaktionen an der Injektionsstelle wie Rötungen, Schmerzen, Bluterguss und Schwellungen. Zur Behandlung des Fiebers kann zum Beispiel ein Paracetamol-Zäpfchen verabreicht werden.

Häufig tritt ein Masernähnlicher Hautausschlag auf. Gelegentlich kann es zu Infektionen, Verdauungsstörungen und Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Komplikationen wie eine Lungenentzündung und eine Mittelohrentzündung sind selten. Es wurde über äusserst seltene Fälle von Hirnentzündungen berichtet. Heute ist bekannt, dass die MMR-Impfung keinen Autismus verursacht, wie in einer wissenschaftlichen Zeitschrift berichtet wurde.

siehe auch

DTPa-IPV+Hib-Impfung, Masern, Mumps, Röteln, Fieber bei Säuglingen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.6.2016 geändert.
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