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Leben

Es ist eine ziemlich wirre, unbegreifliche Geschichte. Wir entstehen aus der Verschmelzung einer mikroskopisch kleinen Eizelle und einem schnellen Fischchen, die sich im Unterleib einer Frau treffen. Innert Stunden kommt ein mysteriöser und verrückt komplexer Entwicklungsprozess in Gang, der schliesslich in einem kleinen, schreienden Bündel gipfelt. Zuerst ist das Kleine unselbständig und braucht die volle Aufmerksamkeit. Doch schon innert weniger Jahre kann es auf den eigenen Beinen stehen, umhergehen und sprechen. Jetzt weiss es noch nichts von dem, was es umgibt und was war. Kupferzeit, römische Amphoren, Hot Dogs, Neuseeland; von alledem hat es keine Ahnung, doch ab sofort wird es ihm von den Vorherigen beigebracht.

In seiner Jugend ist es verrückt, wild, ungemütlich, will alles ausprobieren und bringt die ruhigen Alten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Alles ist noch offen und frei und die erste Liebe kommt und zerbricht. Bis es endlich erwachsen ist, dauert es Jahrzehnte, die ihm unendlich scheinen. Jetzt ist es aufgeblüht, im vollen Besitz seiner Inspiration und Fähigkeiten. Und es pflanzt es sich selbst fort, verschmilzt mit anderen und löst sich so mit der Zeit selbst ab. Der Abstieg hat bereits begonnen und die Uhr geht jetzt schneller. Der Zerfall ist unaufhaltsam. So langsam zwar, dass die Veränderungen von einem Tag auf den anderen nicht sichtbar sind. Aber mit einer Kontinuität, die unaufhaltsam ist. Noch scheint es ihm unmöglich, undenkbar, dass alles Erlernte, Erfahrere, Gelebte mit ihm zusammen für immer verschwinden soll. Doch dieser Tag kommt näher.

Nach allem, was wir heute wissen, geht es nach dem Ende nicht mehr weiter. Wir versuchen zwar, uns bestmöglich gegen diese Tatsache zu sträuben und haben zu unser eigenen Beruhigung Gottheiten, Religionen und Reinkarnationen erfunden. Aber alle Erkenntnisse, die wir rational gewonnen haben, deuten mit einer klaren Eindeutigkeit darauf hin, dass es für uns kein weiteres Leben nach dem Tod mehr gibt. Wir sind nur kurz ans Licht getreten. Was folgt, ist ewige Inexistenz.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.9.2014 geändert.
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