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Gebärmutterhalskrebs Indikationen Infektionskrankheiten Sexuell übertragbare Erkrankungen

Gebärmutterhalskrebs gehört zu den häufigsten bösartigen Krebsarten des weiblichen Genitaltrakts. Bei der Krankheitsentstehung spielen humane Papillomaviren eine entscheidende Rolle. Die Viren werden sexuell übertragen und führen bei einem kleinen Anteil der Infizierten nach Jahren zum Krebs. Da nach der Behandlung eine hohe Rückfallgefahr besteht, wird von den Behörden die HPV-Impfung zur Vorbeugung empfohlen.

synonym: Zervixkarzinom, Gebärmutterhalskarzinom, HPV, Humane Papillomaviren

Symptome

Ein früher Krebs löst über lange Zeit keine Beschwerden aus. Erst bei einem fortgeschrittenen Verlauf treten vaginale Blutungen, Ausfluss und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auf. Gebärmutterhalskrebs wird nur selten bei Frauen unter 20 Jahren beobachtet. Die meisten Patientinnen sind zwischen 30 und 50 Jahre alt.

Ursachen

Eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV), besonders vom Typ 16 und 18, spielt eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung. Gebärmutterhalskrebs ist jedoch ein multifaktorieller Prozess und beinhaltet nebst der viralen Infektion genetische, hormonelle, immunologische Einflüsse sowie Umwelteinflüsse. Nicht jede HPV-Infektion endet als Krebs. Ein Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich aus einer Krebsvorstufe und wird erst nach 10-20 Jahren ausgebildet.

Risikofaktoren für eine HPV-Infektion:

Zusätzliche Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs:

Übertragung

Die Übertragung der Viren erfolgt beim Geschlechtsverkehr.

Komplikationen

Die Krebsbehandlung kann zu Unfruchtbarkeit führen. Das grösste Problem des Gebärmutterhalskrebses ist das erneute Auftreten nach der Behandlung. Beim Wiederauftreten betrifft der Krebs meist die Gebärmutter, Vagina, Bindegewebsstrukturen des Beckenraumes, Blase, Harnleiter, Rektum und die Eierstöcke. Es kann zu Missbildungen des Genitaltraktes kommen und in Rückenwirbeln, Rippen, Becken und Schädel können sich Ableger bilden.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt in frauenärztlicher Behandlung.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung resp. Früherkennung werden die folgenden Massnahmen empfohlen:

Behandlung

Das Ziel der Behandlung ist die Entfernung des entarteten Gewebes. Ein Wiederauftreten des Gebärmutterhalskrebses ist dabei fast nicht zu verhindern.

siehe auch

HPV-Impfung, Condylomata acuminata

LiteraturAutorin

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Die Autorin (SR) hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Review: AV


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.10.2014 geändert.
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