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Galcanezumab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper CGRP-Inhibitoren

Galcanezumab ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper, der für die Vorbeugung von Migräneanfällen eingesetzt wird. Die Effekte beruhen auf der Bindung an das entzündungsfördernde und gefässerweiternde Neuropeptid CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide). Das Arzneimittel wird einmal pro Monat subkutan gespritzt. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Reaktionen an der Injektionsstelle.

synonym: Galcanezumabum, LY2951742

Produkte

Galcanezumab (Injektionspräparat, Eli Lilly) befindet sich in der Registrierungsphase und ist noch nicht im Handel erhältlich.

Struktur und Eigenschaften

Galcanezumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper gegen CGRP.

Wirkungen

Galcanezumab reduziert die Anzahl der Migräneanfälle. Die Effekte beruhen auf der Bindung des Antikörpers an CGRP, das Calcitonin Gene-Related Peptide. CGRP ist ein Neuropeptid, das bei der Auslösung von Migräneanfällen eine wichtige Rolle spielt. Es besteht aus 37 Aminosäuren und wird im peripheren und im zentralen Nervensystem exprimiert. Es existieren zwei Isoformen, CGRP-α (Abbildung) und CGRP-β, welche sich in drei Aminosäuren unterscheiden. Beide sind Agonisten am CGRP-Rezeptor.

CGRP hat stark gefässerweiternde Eigenschaften und spielt bei der Schmerzauslösung sowie bei der neurogenen Entzündung eine zentrale Rolle. Bei Mi­g­rä­ni­kern wurden bei einem Anfall erhöhte CGRP-Werte festgestellt und durch die intravenöse Verabreichung des Peptids lassen sich bei Migränepatienten Anfälle auslösen.

Die → Triptane, welche für die Behandlung von Migräneanfällen verabreicht werden, hemmen ebenfalls die Freisetzung von CGRP.

Indikationen

Für die Vorbeugung von Migräneanfällen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel muss aufgrund der langen Halbwertszeit nur einmal pro Monat subkutan gespritzt werden.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Reaktionen an der Injektionsstelle wie beispielsweise Schmerzen.

siehe auch

CGRP-Inhibitoren

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.12.2017 geändert.
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