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Enfuvirtid Arzneimittelgruppen HIV-Medikamente Fusionshemmer

Enfuvirtid ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der Fusionshemmer, der in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung von Infektionen mit dem HIV-1-Virus eingesetzt wird. Die Injektionslösung wird zweimal täglich subkutan verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen an der Injektionsstelle, Durchfall, Übelkeit und Müdigkeit. Arzneimittel-Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

synonym: Enfuvirtidum, Enfuvirtide, T-20, DP-178, Pentafuside

Produkte

Enfuvirtid ist als Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung im Handel (Fuzeon®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2003 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Enfuvirtid (C204H301N51O64, Mr = 4492 g/mol) ist ein lineares, synthetisches Peptid, das aus 36 natürlichen L-Aminosäuren besteht. Das N-terminale Ende ist acetyliert und das C-terminale Ende ist ein Carboxamid. Enfuvirtid liegt als amorphe, weisse Masse vor und ist in Wasser praktisch unlöslich. Es hat die folgende Sequenz:

CH3CO-Tyr-Thr-Ser-Leu-Ile-His-Ser-Leu-Ile-Glu-Glu-Ser-Gln-Asn-Gln-Gln-Glu-Lys-Asn-Glu-Gln-Glu-Leu-Leu-Glu-Leu-Asp-Lys-Trp-Ala-Ser-Leu-Trp-Asn-Trp-Phe-NH2

Wirkungen

Enfuvirtid (ATC J05AX07 ) ist antiviral. Es hemmt die Fusion der Zellmembranen von HIV-1 mit CD4+ Zellen und verhindert dadurch das Eindringen des Virus in die Wirtszelle. Enfuvirtid mimikriert einen Anteil des viralen Proteins gp41, das bei der Fusion eine zentrale Rolle spielt. Animation zum Wirkmechanismus 

Indikationen

Zur Behandlung einer Infektion mit HIV-1 (antiretrovirale Kombinationstherapie).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Injektionslösung wird zweimal täglich subkutan verabreicht.

Kontraindikationen

Enfuvirtid ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Bisher sind keine relevanten Arzneimittel-Wechselwirkungen bekannt.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören lokale Reaktionen an der Injektionsstelle, Durchfall, Übelkeit und Müdigkeit.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 24.11.2013 geändert.
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