Vision Team Impressum Datenschutz Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Dissoziationskonstante Pharmakodynamik

synonym: KD, Ki

Definition und Eigenschaften

Damit ein Medikament seine pharmakologischen Effekte ausüben kann ist, müssen die darin enthaltenen Wirkstoffe in der Regel an molekulare Zielstrukturen im Organismus binden, die sogenannten Drug Targets. Darunter fallen zum Beispiel Rezeptoren, Enzyme, Transporter und Ionenkanäle. Diese Bindung wird für Rezeptoren formal so dargestellt:

W(irkstoff) + R(ezeptor) ⇌ Wirkstoff-Rezeptor-Komplex (WR)

Die Dissoziationskonstante ist eine Gleichgewichtskonstante, die angibt, wo das Gleichgewicht dieses Prozesses liegt und das Verhältnis von gebundenem und ungebundenem Wirkstoff angibt. Sie ist wie folgt definiert (C = Konzentration, in mol/L):

KD = C(W) · C(R) / C(WR)

Die Einheit von KD ist mol/L und kann auch mit M angegeben werden. Je kleiner der Wert ist, desto mehr Wirkstoff liegt an den Rezeptor gebunden vor und desto höher ist die Bindungsaffinität des Wirkstoffs. Eine möglichst starke Bindung ist in der Regel auch eine Voraussetzung für die Wirksamkeit. Eine gute Bindungsstärke liegt im nanomolaren Bereich (z.B. 1 nM = 1 nmol/L).

siehe auch

Agonisten, Antagonisten, Bindungsaffinität

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2018 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.8.2013 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen