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Belimumab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper

Belimumab ist ein selektiv immunsuppressiver Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper, der zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes eingesetzt wird. Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an das lösliche humane B-Lymphozyten-Stimulator-Protein BLyS, was zu einer Verkürzung der Lebensdauer von B-Lymphozyten führt. Belimumab wird als Infusion verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Durchfall und Fieber. Belimumab kann Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen und das Risiko für das Auftreten von Infektionskrankheiten erhöhen.

synonym: Belimumabum

Produkte

Belimumab ist als Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats im Handel. Es wurde in der EU im Jahr 2011 und in der Schweiz im Jahr 2012 zugelasen (Benlysta®).

Struktur und Eigenschaften

Belimumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper mit einem Molekulargewicht von zirka 147 kDa.

Wirkungen

Belimumab (ATC L04AA26 ) hat selektiv immunsuppressive Eigenschaften. Es bindet an das lösliche humane B-Lymphozyten-Stimulator-Protein BLyS (soluble human B lymphocyte stimulator protein) und verkürzt so die Lebensdauer von CD20+ B-Lymphozyten und Plasmazellen. Bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes und anderen Autoimmunerkrankungen wurden erhöhte BLyS-Spiegel festgestellt. Die B-Zellen spielen beim Krankheitsverlauf eine wichtige Rolle.

Indikationen

Als Zusatztherapie bei aktivem, autoantikörper-positivem systemischen Lupus erythematodes.

Dosierung

Gemäss der Arzneimittel-Fachinformation. Belimumab wird als Infusion verabreicht. Die terminale Halbwertzeit liegt bei etwa 19 Tagen.

Kontraindikationen

Belimumab ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt. In den letzten 30 Tagen vor sowie während der Behandlung sollten keine Lebendimpfstoffe verabreicht werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Übelkeit, Durchfall, Fieber, Infektionskrankheiten, Leukopenie, Überempfindlichkeitsreaktionen, Depression, Schlaflosigkeit, Schmerzen in den Extremitäten und Infusionsreaktionen.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.4.2017 geändert.
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