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Azofarbstoffe Farbstoffe

Azofarbstoffe sind synthetische Farbstoffe, die das Strukturelement und Chromophor R1—N=N—R2 enthalten. R1 und R2 sind aromatisch und können identisch oder verschieden sein. Azofarbstoffe werden für Lebensmittel, Süssigkeiten, Getränke, Kosmetika und Arzneimittel verwendet. Sie sind umstritten, weil sie Unverträglichkeitsreaktionen verursachen können und mit der Entstehung von ADHS in Verbindung gebracht wurden. Zudem ist bekannt, dass einige Azoverbindungen krebserregende Eigenschaften haben. Die Behörden stufen die zugelassenen Zusatzstoffe jedoch als sicher ein.

synonym: Azoverbindungen, Azo Dyes

Produkte

Azofarbstoffe sind als Reinstoffe im Fachhandel erhältlich. Die ersten Vertreter wurden im 19. Jahrhundert synthetisiert. Heute gehören sie weltweit zu den wichtigsten Farbstoffen.

Struktur und Eigenschaften

Azofarbstoffe enthalten das folgende allgemeine Strukturelement und Chromophor, das als Azogruppe oder Azobrücke bezeichnet wird. R1 und R2 sind substituierte Aromaten und können identisch oder unterschiedlich sein:

R1—N=N—R2

Die Substanzen werden synthetisch hergestellt. Der Begriff ist von Azote abgeleitet, französisch für Stickstoff (N).

Substanzen

Zu den zugelassenen Azofarbstoffen gehören (Auswahl):

Anwendungsgebiete

Als Farbstoffe für Lebensmittel, Süssigkeiten, Getränke, Kosmetika und Arzneimittel. Dieser Artikel bezieht sich nicht auf technische Anwendungen (z.B. Textilien).

Unerwünschte Wirkungen

Azofarbstoffe sind umstritten. Sie können bei empfindlichen Personen pseudoallergische Reaktionen (Unverträglichkeitsreaktionen) auslösen.

Azofarbstoffe wurden auch mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS in Verbindung gebracht. In der EU müssen Lebensmittel mit einigen Azofarbstoffen seit dem Jahr 2010 den Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ tragen. In der Schweiz ist eine solche Kennzeichnung bisher nicht notwendig. Der Zusammenhang ist nicht gesichert.

Schliesslich ist bekannt, dass einige Azoverbindungen krebserregende Eigenschaften haben. Die Behörden stufen die zugelassenen Azofarbstoffe jedoch als sicher ein.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 28.1.2016 geändert.
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