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Sunitinib Arzneimittelgruppen Kinasehemmer

Sunitinib ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Kinasehemmer zur Behandlung des Nierenzellkarzinoms, des malignen gastrointestinalen Stromatumors und des neuroendokrinen Pankreaskarzinoms. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung verschiedener Tyrosinkinasen. Die Kapseln werden einmal täglich und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden, Hautverfärbung, Hand-Fuss-Syndrom, Geschmacksveränderungen, Appetitmangel und Bluthochdruck. Sunitinib wird von CYP3A4 metabolisiert. Daher besteht ein Potential für Arzneimittel-Wechselwirkungen.

synonym: Sunitinibum, Sunitinibi malas, Sunitinibmalat, SU011248

Produkte

Sunitinib ist in Form von Kapseln im Handel (Sutent®). Es ist in der Schweiz seit dem Jahr 2006 zugelassen.

Struktur und Eigenschaften

Sunitinib (C22H27FN4O2, Mr = 398.5 g/mol) liegt im Arzneimittel als Sunitinibmalat vor, ein gelbes bis oranges Pulver, das in Wasser löslich ist. Es ist ein Indolin-2-on- und Pyrrolderivat. Es hat einen aktiven N-Desethyl-Metaboliten (SU012662).

Wirkungen

Sunitinib (ATC L01XE04 ) hat antiproliferative, antitumorale und antiangiogenetische Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Hemmung verschiedener Tyrosinkinasen. Dazu gehören PDGFR, VEGFR, KIT, FLT3, CSF-1R und RET. Diese Kinasen sind an der Entstehung, dem Wachstums, der Gefässneubildung und der Metastasierung von Tumoren beteiligt. Sunitinib hat eine lange Halbwertszeit von bis zu 40–60 Stunden. Der aktive Metabolit ist sogar noch länger wirksam.

IndikationenDosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Kapseln werden einmal täglich und unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Kontraindikationen

Sunitinib ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Sunitinib wird von CYP3A4 metabolisiert und es sind entsprechende Arzneimittel-Wechselwirkungen mit CYP-Inhibitoren und -Induktoren möglich. Es soll nicht mit P-gp-Hemmern verabreicht werden.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Mundschleimhautentzündung, Dyspepsie und Erbrechen, Hautverfärbung, Hand-Fuss-Syndrom, Geschmacksveränderungen, Appetitmangel und Bluthochdruck.

siehe auch

Kinasehemmer

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.4.2017 geändert.
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