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Pyrimethamin Arzneimittelgruppen Antiprotozoenmittel

Pyrimethamin ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiprotozoenmittel mit antiparasitären Eigenschaften. Es wird in Kombination mit einem Sulfonamid zur Behandlung der Toxoplasmose eingesetzt. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung des Folsäuremetabolismus. Während der Behandlung muss immer zusätzlich Folsäure gegeben werden. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Blutarmut, Blutbildstörungen, Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Hautausschlag und Kopfschmerzen.

synonym: Pyrimethaminum PhEur, Pirimethamin

Produkte

Pyrimethamin ist in Form von Tabletten im Handel (Daraprim®). Die Kombination Fansidar® (+ Sulfadoxin) ist ausser Handel (Malaria).

Struktur und Eigenschaften

Pyrimethamin (C12H13ClN4, Mr = 248.7 g/mol) ist ein Diaminopyrimidin. Es liegt als weisses, kristallines Pulver oder als farblose Kristalle vor und ist in Wasser praktisch unlöslich.

Wirkungen

Pyrimethamin (ATC P01BD01 ) hat antiparasitäre Eigenschaften. Es ist ein Antiprotozoenmittel, das gegen Toxoplasma gondii, Plasmodien und Pneumocystis carinii wirksam ist. Es greift in den Folsäurestoffwechsel der Protozoen ein, indem es die Aktivierung von Folsäure durch kompetitive Hemmung der Dihydrofolatreduktase hemmt. Pyrimethamin hat eine lange Halbwertszeit von etwa 85 Stunden.

Indikationen

Zur Behandlung der Toxoplasmose in Kombination mit einem Sulfonamid (z.B. Sulfadiazin).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Während der Behandlung muss Folsäure (Calciumfolinat) substituiert werden, um das Risiko für eine Knochenmarkssuppression zu reduzieren. Sulfonamide sind immer mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen.

Kontraindikationen

Pyrimethamin ist bei Überempfindlichkeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Arzneimittel-Wechselwirkungen sind mit anderen Folsäureantagonisten, Lorazepam, Antazida und Kaolin möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Blutarmut, Blutbildstörungen (Leukopenie, Thrombozytopenie), Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Hautausschlag und Kopfschmerzen.

siehe auch

Toxoplasmose

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.9.2015 geändert.
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