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Nintedanib Arzneimittelgruppen Kinasehemmer

Nintedanib ist ein antiproliferativer und antitumoraler Wirkstoff aus der Gruppe der Kinasehemmer, welcher zur Behandlung einer idiopathischen Lungenfibrose eingesetzt wird. In einigen Ländern ist Nintedanib auch zur Behandlung von Lungenkrebs zugelassen. Die Effekte beruhen auf Hemmung verschiedener Kinasen. Die Kapseln werden zweimal täglich im Abstand von 12 Stunden mit dem Essen eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitmangel, Gewichtsabnahme, Kopfschmerzen und eine Erhöhung der Leberenzyme. Nintedanib ist ein Substrat von P-gp und CYP3A4.

synonym: Nintedanibum, Nintedanibesilat, Nintedanibi esilas, BIBF 1120

Produkte

Nintedanib wurde in der Schweiz im Jahr 2015 in Form von Weichkapseln zugelassen (Ofev®).

Struktur und Eigenschaften

Nintedanib (C31H33N5O4, Mr = 539.6 g/mol) liegt im Arzneimittel als Nintedanibesilat vor, ein hellgelbes Pulver.

Wirkungen

Nintedanib (ATC L01XE31 ) hat antiproliferative und antitumorale Eigenschaften. Es hemmt intrazelluläre Signalwege, welche für die Proliferation, die Migration und die Transformation der Fibroblasten verantwortlich sind. Die Effekte beruhen auf der Hemmung verschiedener Tyrosinkinasen. Dazu gehören PDGFR, FGFR, VEGFR und FLT3, Lck, Lyn und Src. Die Halbwertszeit liegt zwischen 10 bis 15 Stunden.

Indikationen

Zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) und zur Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung. In einigen Ländern ist Nintedanib auch zur Behandlung von Lungenkrebs zugelassen (Vargatef®).

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Kapseln werden zweimal täglich im Abstand von 12 Stunden mit dem Essen eingenommen.

Kontraindikationen

Nintedanib ist bei einer Überempfindlichkeit und während der Schwangerschaft kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Nintedanib ist ein Substrat von P-Glykoprotein und von CYP3A4 und es sind entsprechende und weitere Wechselwirkungen möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitmangel, Gewichtsabnahme, Kopfschmerzen und eine Erhöhung der Leberenzyme.

siehe auch

Kinasehemmer, Lungenkrebs

Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 1.9.2015 geändert.
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