Lokalanästhetika
ArzneimittelgruppenZusammenfassungLokalanästhetika sind Arzneimittel zur lokalen Betäubung bei kleinen chirurgischen Eingriffen, bei Schmerzen verschiedener Ursache und Juckreiz Einige werden auch zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen verwendet.
Wirkungen
Lokalanästhetika sind lokal betäubend (lokalanästhetisch) und juckreizstillend.
Wirkmechanismus
Inhibition der Reizleitung durch Natriumkanalblockade.
Indikationen
- Chirurgische Eingriffe
- Schmerzen div. Genese, z.B. Entzündungen im Mund- und Rachen
- Juckreiz
- Sonnenbrand
- Arrhythmie
- Spezialindikationen: Verminderung des Brechreizes während zahnärztlichen Behandlungen, Ejaculatio praecox
Wirkstoffe
Einteilung nach chemischer Struktur:
| Estertyp | Amidtyp | Prototyp Procain | Prototyp Lidocain |
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Estertyp:
Amidtyp:
- Articain
- Bupivacain
- Cinchocain
- Flecainid
- Levobupivacain
- Lidocain
- Mepivacain
- Oxetacain
- Prilocain
- Quinisocain
- Ropivacain
Weitere lokalanästhetisch wirksame Substanzen
- Ambroxol
- Chloroethan (Spray, lokalanästhetisch durch Kühlung)
Pflanzliche Lokalanästhetika
Gewürznelke ist ein pflanzliches Lokalanästhetikum.
Historisches
Sigmund Freud und das Cocain: Die Entdecker des ersten Lokalanästhetikums Cocain waren Carl Koller (1857-1944) und Sigmund Freud (1856-1940).




