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Donislecel Arzneimittelgruppen Zellen

Donislecel ist eine Suspension von allogenen Langerhans-Inseln in einem Transplantationsmedium, die aus der Bauchspeicheldrüse eines kürzlich verstorbenen Spenders gewonnen werden. Das Arzneimittel wird für die Behandlung eines therapieresistenten Typ-1-Diabetes eingesetzt. Es wird als Infusion direkt in die Portalvene verabreicht. Die blutzuckersenkenden Effekte beruhen auf der Bildung von Insulin durch die Betazellen. Im Zusammenhang mit der Behandlung ist eine Immunsuppression erforderlich, um eine Abstossung zu verhindern. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Blutungen, Leberverletzungen sowie Infektionen und Krebserkrankungen aufgrund der Immunsuppression.

synonym: Donislecelum, Donislecel-jujn, Inselzelltransplantation

Produkte

Donislecel wurde in den USA im Jahr 2023 als Suspension zur Infusion zugelassen (Lantidra®).

Struktur und Eigenschaften

Das Arzneimittel besteht aus einer Suspension von allogenen Langerhans-Inseln in einem Transplantationsmedium, das verschiedene Hilfsstoffe wie Natriumchlorid, Glucose, Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren enthält. Die Langerhans-Inseln werden aus der Bauchspeicheldrüse von kürzlich verstorbenen Spenderinnen und Spendern gewonnen.

Wirkungen

Neben anderen Zelltypen enthalten die Langerhans-Inseln die Betazellen, welche das blutzuckersenkende Hormon Insulin produzieren, das bei einem Typ-1-Diabetes nicht ausreichend vorhanden ist.

Indikationen

Für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem Typ-1-Diabetes, welche den HbA1c-Zielwert aufgrund wiederholten Hypoglykämien und trotz einer adäquaten Behandlung und Schulung nicht erreichen.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird mithilfe eines Katheters als Infusion direkt in die Portalvene verabreicht.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Schwere unerwünschte Wirkungen treten häufig auf. Dazu gehören Blutungen und Leberverletzungen, welche auf die Verabreichung zurückzuführen sind. Die Immunsuppression begünstigt die Entstehung von Infektionen und Krebserkrankungen.

siehe auch

Diabetes mellitus Typ 1, Zellen

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 3.7.2023 geändert.
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