Bärentraube
Phytopharmaka
DrogenlisteBärentraubenblätter sind pflanzliche Arzneimittel mit antibakterieller Wirkung. Die Blätter werden als Tee oder in Form von Auszügen in Fertigarzneimitteln bei Harnwegsinfektionen, z.B. bei einer Blasenentzündung, angewandt. Bärentraube ist zum Beispiel in zahlreichen Nieren- und Blasentees resp. -dragées enthalten. synonym: Arctostaphylos uva-ursi
Stammpflanze
Arctostaphylos uva-ursi L., Ericaceae
Bärentraube
Droge
Uvae ursi folium - Bärentraubenblätter: Das ganze oder geschnittene, getrocknete Laubblatt von Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng (PhEur). Die PhEur fordert einen Mindestgehalt an Arbutin.
Zubereitungen
- Uvae ursi extractum aquosum liquidum
- Uvae ursi extractum aquosum siccum
- Uvae ursi pulvis
- Species anticystiticae PH
- Nieren- und Blasentees
- Nieren- und Blasendragees
Inhaltsstoffe
- Hydrochinonderivate: Arbutin, Methylarbutin
- Flavonoide
- Gerbstoffe
- Phenolcarbonsäuren
Wirkungen
Bärentraubenblättertee ist antibakteriell im alkalischen Harn (pH 8).
Indikationen
Harnwegsinfektionen, z.B. eine Blasenentzündung
Dosierung
Als Aufguss oder Kaltauszug (weniger Gerbstoffe), Bis zu 4 mal täglich 3 g Droge auf 150 ml Wasser
Die Droge soll nur im alkalischen Harn wirksam sein. Deshalb wird z.T. die Einnahme von Natron (Natriumbicarbonat) oder die Einnahme reichlich pflanzlicher Nahrung empfohlen.
Kontraindikationen
Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder unter 12 Jahren
Unerwünschte Wirkungen
Bärentraubentee hat einen sehr schlechten Geschmack. Magenbeschwerden, Hydrochinon als Reinstoff ist möglicherweise mutagen.



