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Radon Indikationen

Radon ist ein natürlich vorkommendes Edelgas, das im Erdreich aus Uran entsteht und über Risse und Öffnungen in Häuser gelangt. Die chronische Belastung mit den radioaktiven Isotopen und seinen Abkömmlingen kann nach Jahren bis Jahrzehnten zu Lungenkrebs führen. Es wird geschätzt, dass in der Schweiz jährlich 200 bis 300 Personen an Lungenkrebs sterben, der von Radon verursacht wurde. Hohe Werte werden in nahezu allen Regionen der Schweiz gemessen. Zur Vorbeugung sollen geeignete bauliche Massnahmen getroffen werden.

synonym: Rn, Radon-222, Schneeberger-Krankheit

Symptome

Eine chronische Belastung mit Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Der Krebs entsteht nicht sofort, sondern erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Es wird geschätzt, dass in der Schweiz jährlich 200 bis 300 Menschen an Lungenkrebs sterben, der von Radon verursacht wurde. In Deutschland wird mit 2000, in den USA mit bis zu 20'000 Opfern pro Jahr gerechnet. Als besonders gefährlich wird die Kombination von Rauchen und Radon angesehen.

Ursachen

Radon (Rn) ist ein natürlich vorkommendes Edelgas ohne Geruch, Geschmack und Farbe, das in der Atemluft vorkommt. Es entsteht als Zerfallsprodukt von Uran-238, das im Erdreich und im Gestein zu finden ist. Radon existiert in Form verschiedener radioaktiver Isotope, welche beim Zerfall Alphastrahlung aussenden. Dazu gehört zum Beispiel Radon-222 mit einer Halbwertszeit von 3.8 Tagen. Die Radonfolgeprodukte, z.B. Polonium, sind ebenfalls radioaktiv. Sie können sich als Festkörper in den Atemwegen ablagern und sind deshalb besonders gefährlich. Es ist diese Strahlung, welche nach der Inhalation des Radonsgases oder seiner Abkömmlinge zu DNA-Schädigungen der Epithelzellen der Lunge und schliesslich nach Jahren zu Krebs führen kann. Radon zählt gemäss der WHO zu der gleichen Klasse von Karzinogenen wie Zigarettenrauch, Benzol und Asbest.

Radon gelangt hauptsächlich aus dem Untergrund über Luftströme in Häuser und reichert sich dort an. Die höchsten Werte werden im Kellergeschoss gemessen, in den oberen Stockwerken nehmen die Werte immer mehr ab. Weitere seltenere Quellen sind belastetes Wasser und Baumaterialien, die Radon abgeben. In der Schweiz werden die höchsten Radonbelastungen in den Alpen und im Jura gemessen. Mit der Einführung der neuen Grenzwerte der WHO zählen jedoch nahezu alle Regionen zu den Risikogebieten.

Messung

Die Radonkonzentration kann mit einem Dosimeter bestimmt werden. Jedes Haus muss einzeln beurteilt werden, weil bereits auf dem Nachbargrundstück eine andere Siutation vorgefunden werden kann. Das Bundesamt für Gesundheit veröffentlicht eine Liste mit den anerkannten Messstellen, wo die Dosimeter bezogen werden können. Der Grenzwert liegt gemäss der WHO aktuell bei 100 Bq/m3, in Ausnahmen bei 300 Bq/m3. In der Schweiz galten früher höhere Werte von 400-1000 Bq/m3.

Vorbeugung

Radon dringt über Risse, Fugen, Öffnungen und offene Kellerböden in Gebäude ein. Mit entsprechenden baulichen Massnahmen bei Neubauten oder einer Gebäudesanierung bei Altbauten kann die Radonbelastung unter den Grenzwert reduziert werden.

siehe auch

Lungenkrebs

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.6.2012 geändert.
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