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Ozanimod Arzneimittelgruppen Sphingosin-1-phosphat-Rezeptor-Modulatoren

Ozanimod ist ein immunmodulierender Wirkstoff aus der Gruppe der Sphingosin-1-phosphat-Rezeptor-Modulatoren für die Behandlung der multiplen Sklerose. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des Übertritts von Lymphozyten in das periphere Blut durch Bindung an S1P1- und S1P5-Rezeptoren. Die Kapseln werden einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen der oberen Atemwege, eine Erhöhung der Transaminasewerte, eine orthostatische Hypotonie, Harnwegsinfektionen, Rückenschmerzen und Bluthochdruck. Ozanimod ist ein Substrat von CYP450-Isoenzymen.

synonym: Ozanimodum, Ozanimodhydrochlorid, RPC1063

Produkte

Ozanimod wurde in den USA im Jahr 2020 in Form von Kapseln zugelassen (Zeposia®). Aufgrund der Coronaviruskrise wurde die Markteinführung zunächst verschoben.

Struktur und Eigenschaften

Ozanimod (C23H24N4O3, Mr = 404.5 g/mol) liegt im Arzneimittel als Ozanimodhydrochlorid vor, ein weisser Festkörper, der in Wasser sehr gut löslich ist. Aktive Metaboliten sind an den Effekten beteiligt.

Wirkungen

Ozanimod blockiert den Austritt der Lymphozyten aus den Lymphknoten und reduziert die Anzahl der Lymphozyten im peripheren Blut. Dadurch gelangen auch weniger Zellen in das zentrale Nervensystem. Die Effekte beruhen auf dem hochaffinen Agonismus an den S1P-Rezeptoren 1 und 5 (Sphingosin-1-phosphat-Rezeptoren).

Indikationen

Für die Behandlung der multiplen Sklerose.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Behandlung wird einschleichend begonnen (Dosistitration). Die Kapseln werden einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Interaktionen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Infektionen der oberen Atemwege, eine Erhöhung der Transaminasewerte, eine orthostatische Hypotonie, Harnwegsinfektionen, Rückenschmerzen und Bluthochdruck.

siehe auch

Sphingosin-1-phosphat-Rezeptor-Modulatoren, Multiple Sklerose

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.3.2020 geändert.
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