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Insulin aspart Arzneimittelgruppen Antidiabetika Insuline

Insulin aspart ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Insuline mit blutzuckersenkenden Eigenschaften zur Behandlung von Diabetes mellitus. Es entspricht Humaninsulin bis auf eine Aminosäure und hat einen rascheren Wirkungseintritt und eine kürzere Wirkdauer als das natürliche Pankreashormon. Es wurde entwickelt, um verschiedene nachteilige Eigenschaften von Insulin zu verbessern. Insulin aspart muss unmittelbar vor einer Mahlzeit unter die Haut gespritzt werden. Die häufigste mögliche unerwünschte Wirkung ist die Hypoglykämie.

synonym: Insulinum aspartum PhEur, NovoLog®, IAsp

Produkte

Insulin aspart ist als Injektionspräparat im Handel (NovoRapid®, USA: NovoLog®) und wird in der Regel mit einem Insulinpen verabreicht, zum Beispiel dem FlexTouch®. Es ist in der Schweiz seit 1999 zugelassen. NovoMix® war ein Mischinsulin.

Die Fixkombination IDegAsp (Insulin aspart + Insulin degludec, Ryzodeg®) wurde in der Schweiz und in der EU im Jahr 2013 registriert.

Im Jahr 2017 wurde zusätzlich Fiasp® ultra-fast-acting zugelassen, ein sehr schnell wirksames Insulin aspart. Mit der neuen Formulierung Fiasp® tritt der blutzuckersenkende Effekt etwa 5 Minuten und der maximale Effekt etwa 10 Minuten früher ein.

Dieser Artikel bezieht sich auf konventionelles Insulin aspart.

Struktur und Eigenschaften

Die Primärstruktur von Insulin aspart (C256H381N65079S6, Mr = 5825.8 g/mol) ist mit Ausnahme von Asparaginsäure (= Aspartinsäure, deshalb „aspart“) an Stelle von Prolin in Position 28 der B-Kette identisch mit der Primärstruktur von Humaninsulin. Humaninsulin ist ein zweikettiges Peptid mit insgesamt 51 Aminosäuren. Der Ersatz der Aminosäure führt nach der subkutanen Verabreichung zu einer besseren Absorption in Blut und zu einer schnelleren Elimination. Das Arzneimittel wird mittels rekombinanter DNA-Technologie mit Hefepilzen (Saccharomyces cerevisiae) hergestellt.

Wirkungen

Insulin aspart (ATC A10AB05 ) hat blutzuckersenkende Eigenschaften. Verglichen mit löslichem Humaninsulin tritt die Wirkung schneller, nach 10 bis 20 Minuten ein und der Blutzuckerspiegel ist innerhalb von 4 Stunden nach einer Mahlzeit niedriger. Insulin aspart hat im Vergleich mit Humaninsulin eine kürzere Wirkdauer von etwa 3 bis 5 Stunden.

Indikationen

Zur Behandlung von Diabetes mellitus.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Dosis wird individuell bestimmt. Im Gegensatz zu Humaninsulin wird Insulin aspart unmittelbar vor einer Mahlzeit subkutan gespritzt. Es kann bei Bedarf auch kurz nach der Mahlzeit verabreicht werden. Die Injektion erfolgt in die Bauchdecke, den Oberschenkel, in die Gesässregion oder in den Deltamuskel. Insulin aspart wird in der Regel im Rahmen einer Basis-Bolus-Therapie mit einem langwirksamen Insulin kombiniert (z.B. Insulin detemir).

Kontraindikationen

Insulin aspart ist bei Überempfindlichkeit und Hypoglykämie kontraindiziert. Die vollständigen Angaben zu Vorsichtsmassnahmen und Interaktionen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Zahlreiche Wirkstoffe und Substanzen haben einen Einfluss auf die Blutzuckerkonzentration (vgl. Fachinformation).

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigste mögliche unerwünschte Wirkung ist wie bei anderen Insulinen die Hypoglykämie. Weitere, gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind Sehstörungen, lokale Lipodystrophie (wichtig: Einstichstelle regelmässig wechseln), lokale und systemische Überempfindlichkeitsreaktionen und Oedeme.

siehe auch

Insuline, FlexTouch®

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 5.12.2017 geändert.
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