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Delafloxacin Arzneimittelgruppen Antibiotika Chinolone

Delafloxacin ist ein bakterizides Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone für die Behandlung bakterieller Hautinfektionen. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der bakteriellen Topoisomerase IV und der DNA-Gyrase. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion und in Form von Tabletten verabreicht. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Durchfall und Übelkeit. Delafloxacin wird vorwiegend glucuronidiert und unterliegt kaum einem oxidativen Metabolismus.

synonym: Delafloxacinum, Delafloxacinum megluminum, Delafloxacin-Meglumin

Produkte

Delafloxacin wurde in den USA im Jahr 2017, in der EU im Jahr 2019 und in der Schweiz im Jahr 2020 als Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung und in Form von Tabletten zugelassen (Quofenix®).

Struktur und Eigenschaften

Delafloxacin (C18H12ClF3N4O4, Mr = 440.8 g/mol) gehört zur Gruppe der Fluorchinolone. Es liegt im Arzneimittel als Delafloxacin-Meglumin vor.

Wirkungen

Delafloxacin (ATC J01MA23 ) hat bakterizide Eigenschaften gegen grampositive und gramnegative Bakterien. Die Effekte beruhen auf der Hemmung der bakteriellen Topoisomerase IV und der DNA-Gyrase (Topoisomerase II). Diese Enzyme werden für die bakterielle Replikation, die Transkription, die Reparatur und Rekombination der DNA benötigt. Delafloxacin hat eine Halbwertszeit von etwa 10 Stunden.

Indikationen

Für die Behandlung von akuten bakteriellen Infektionen der Haut und Hautstruktur (ABSSSI), als Mittel der zweiten Wahl.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion oder peroral verabreicht. Die Tabletten werden alle 12 Stunden unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Delafloxacin wird vorwiegend von UGT-Isoenzymen glucuronidiert und unterliegt kaum einem oxidativen Metabolismus. Mit Metallkationen können Chelate gebildet werden, was zu einer reduzierten Absorption führt.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Durchfall und Übelkeit. Fluorchinolone können potenziell zahlreiche Nebenwirkungen auslösen (vgl. Fachinformation).

siehe auch

Chinolone, Nukleinsäuren

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 12.6.2020 geändert.
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