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Ledipasvir Arzneimittelgruppen Antiviralia HCV-NS5A-Inhibitoren

Ledipasvir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der HCV-NS5A-Inhibitoren zur oralen Behandlung der Hepatitis C in Kombination mit Sofosbuvir. Die Effekte von Ledipasvir beruhen auf der Bindung an das virale Protein NS5A, welches für die Virusvermehrung von Bedeutung ist. Die Tabletten werden einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen und Erschöpfung. Ledipasvir ist ein Substrat von P-Glykoprotein.

synonym: Ledipasvirum, GS-5885

Produkte

Ledipasvir ist als Fixkombination mit Sofosbuvir in Form von Filmtabletten zugelassen (Harvoni®). In der Schweiz wurde es im Jahr 2014 freigegeben. Der extrem hohe Preis des Arzneimittels wird kontrovers diskutiert (vgl. Sofosbuvir). In Indien sind günstigere Generika verfügbar: MyHep LVIR®.

Struktur und Eigenschaften

Ledipasvir (C49H54F2N8O6, Mr = 888.9 g/mol) ist bei neutralem pH praktisch unlöslich in Wasser.

Wirkungen

Ledipasvir (ATC J05AX65 ) hat antivirale Eigenschaften gegen das HCV-Virus. Die Effekte beruhen auf der Bindung an das virale Protein NS5A (Non-Structural Protein 5A). Im Unterschied zu anderen antiviralen HCV-Medikamenten handelt es sich beim Drug Target nicht um ein Enzym, sondern um ein Phosphoprotein, das bei der RNA-Replikation und beim Assembly eine Rolle spielt.

Indikationen

Zur Behandlung der chronischen Hepatitis C mit Sofosbuvir.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Die Tabletten werden einmal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Die Therapiedauer liegt abhängig von der genauen Indikation bei 12 oder 24 Wochen.

Kontraindikationen

Ledipasvir ist bei einer Überempfindlichkeit kontraindiziert. Es darf nicht mit Rosuvastatin oder Johanniskraut kombiniert werden. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Ledipasvir ist ein Substrat von P-Glykoprotein und BCRP. P-gp-Induktoren können zu einer Verringerung der Plasmakonzentrationen führen.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Kopfschmerzen und Erschöpfung.

siehe auch

HCV-NS5A-Inhibitoren, Hepatitis C, Sofosbuvir

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Dieser Artikel wurde zuletzt am 31.5.2016 geändert.
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